Mini-Kappsäge

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emanuel
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Mini-Kappsäge

Beitrag von emanuel » 14.06.2019 20:26

Nachdem es enorm heiß ist und Temperaturen von 28 Grad auch in der Nacht die Wohnung beherrschen, ist es gerade etwas anstrengend, sich zu staubigen Tätigkeiten aufzuraffen... deswegen nutze ich die Leerzeit hier und zeige kurz die kleine Mini-Kappsäge, die im Hintergrund ebenfalls bereits seit einiger Zeit abseits der bisherigen Beiträge hier im Forum werkelt. Schauen wir uns das Ding mal an und natürlich wieder mit einem Heferl/Häferl/Tasse als Größenvergleich daneben:

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Denn das Ding ist klein. Und zwar wirklich sehr klein und sogar etwas kleiner, als ich damals eingeschätzt hatte. Eigentlich ist es nur ein Motor in einer Plastikbox mit einem Zahnriemenantrieb, der eine Welle antreibt, an dem ein Trenn- oder Schneideblatt sitzt. Der Behälter lässt sich runter drücken und das war es eigentlich schon wieder. Es gibt bei der auch keine Drehzahlregelung oder dergleichen. Theoretisch lässt sich so ein Gerät also durchaus relativ einfach selber bauen, aber nun ja... ich bin ja noch Frischling. :D

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Man sieht hier auch die Schnittbreite, die begrenzt ist, und den drehbaren Schnittteller mit 45 Grad Spielraum. Die kleine Kappsäge ist für Metall, Plastik und Holz geeignet und es gibt verschiedene Trennscheiben oder Sägeblätter... auch die sind sehr herzig. Das Ding ist also wirklich nur für den kleinen Modellbastler gedacht, mehr lässt sich baubedingt nicht rausholen.

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Damit das Ding nicht versehentlich runter klappt, wenn gerade der Finger darunter ist, ist ein einfacher Sicherheits-Plastikhebel bzw. Stütze angebracht, die man beim Schneiden leicht andrückt, damit sie sich dann zur Seite drehen kann. :blabla:

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Im Großen und Ganzen lassen sich damit Hölzer (...) in der Dicke von einem normalen Finger schneiden, mehr ist durch den Platz beim Kippen auch gar nicht möglich oder man kann das Holzstück einfach nicht durchschneiden. Reicht einem das aus - so wie mir - dann ist sie ein extrem nützlicher Helfer, denn es lassen sich damit auch mal schnell sehr feine, dünne Holz-Scheiben abtrennen. :)

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Die Abdeckung beim Sägeblatt lässt sich abnehmen, darunter lässt sich das Sägeblatt oder die Trennscheibe mit einem kleinen, recht zarten Inbusschlüssel und Schraube nach links drehend austauschen, während man oben die Arretierung drückt bzw. hält. Keine Raketenwissenschaft und dauert nur wenige Sekunden. :)

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Hier sieht man noch die klassischen, keramischen Trennscheiben, die sehr widerstandsfähig und langlebig, aber recht zerbrechlich bei seitlicher Einwirkung sind - Kostenpunkt ca. 1 bis 2 Euro pro Stück. Das Sägeblatt, das hier ebenfalls liegt, ist für die kleine Kappsäge übrigens zu groß und nur für die große Schwester oder eben die Tischkreissäge nutzbar. Da geht es um jeden Millimeter. :wissen:

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Ein einziges Manko hat sie jedoch... beim Sägen oder Trennen, je nach Material, wird das Sägemehl bzw. Staub einfach nach hinten unter das Gerät ausgeworfen bzw. ausgestrahlt. Soll heißen, nach 10 Minuten ist das Ding recht eingestaubt und dahinter lagert sich auch viel ab. Nicht optimal und etwas nervend, vor allem, weil man dann die kleine Kappsäge auch unten und im Gelenk nach einem Einsatz mit etwas Aufwand reinigen muss. :nein:

Wenn es also mal wieder kühler wird, dann werde ich mir hier aus einer Plastikfolie oder dünnen Holzplatte einen Staubfänger bzw. Trichter basteln, um die Verschmutzung in Grenzen zu halten. Ansonsten ist sie ein süßes, kleines, recht leises Ding und unkompliziert schnell mal eben eingesetzt, um beispielsweise eine dünne, kleine Leiste oder einen Stab abzutrennen. :)

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