Furnier - erste Erfahrungen

Kleine Projekte aus Spaß an der Sache und ohne Ziel
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emanuel
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Furnier - erste Erfahrungen

Beitrag von emanuel » 28.05.2019 18:15

Gleich vorneweg - das hier ist alles (so wie im gesamten Forum) aus der Sicht eines Anfängers, der von Holzverarbeitung nicht wirklich viel weiß, das Meiste auch nur theoretisch und zudem alle Aktivitäten rein aus dem Interesse eines "Hobbys" heraus betreibt... und damit ganz bewusst keinen Anspruch auf Professionalismus oder besonders viel Tiefgang pflegen möchte. Ich denke weiters nicht, dass ich aus Zeit-, Platz- und Geldgründen hier je besonders tief gehen werde und kann, sondern dass alle Basteleien weiterhin und langfristig nur so nebenbei aus Spaß heraus entstehen. :)

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Und deswegen schneide ich kurz das Thema "Furnierholz" an. Ich vermute, jeder weiß, was das ist - dünn geschnittenes Holz, mit dem man Möbel und andere Werkstücke bekleben kann und das die visuelle Wertigkeit erhöht. Heutzutage oft künstliches Material mit entsprechenden Muster und Farbe, ist es gar nicht mehr so leicht, mal eben an simples Furnierholz im Alltag zu bekommen. :ohnein:

Die Bauhäuser - zumindest in meinem Umfeld - kann man hier gleich mal vergessen, denn so was findet man dort heutzutage nicht mehr. Bleiben nur die Fachhändler, aber sind wir uns ehrlich... wer von uns kennt mal eben in der grauen, dicht besiedelten Großstadt ein seriöses Holzfachgeschäft ums Eck, wo man einfach mal reingehen kann und dort eine größere Auswahl an Furnieren hat, die nicht für den Großhandel oder Baufirmen gedacht sind? Ich kenne keine. :nein:

Bleibt noch der Modellbauhandel und da habe ich leider generell schlechte Erfahrungen gemacht - verstaubte und beschädigte Lagerware aus dem letzten Jahrzehnt, geringe Auswahl und sehr fokussiert mittlerweile auf Plastikzeugs und RC-Elektronik-Teile und fast durchgehend 20-40% teurer als diverse Online-Anbieter. Und ich zahle ungern einen Aufpreis an einen Zwischenhändler, der mir genau das Gleiche verkauft, wie ich es auch direkt bekommen könnte, noch dazu wenn es ohne Mehrwert ist. Und eine vernünftige und freundliche Beratung habe ich in meiner Gegend in diesen Shops auch noch nie bekommen - eher Desinteresse, Ahnungslosigkeit oder grundlegende Ablehnung gegenüber Kunden mit kleinem Geldbeutel. :schade:

Also gehöre auch ich zu den Menschen, die den heimischen Markt ruinieren und bei großen, internationalen Versandhändlern billig und ausbeuterisch solche Dinge bestellen. Jap, ich bin auch nicht glücklich darüber, aber sobald ich eine geeignete, lokal Klein-Anbieter-Alternative finde, bin ich gerne dabei. Noch ist es aber die schnellste, einfachste und bequemste Art... online aussuchen und bereits 2~4 Tage später in den Händen halten. Hier mal ein Beispiel für Alle, die so was noch nie gekauft haben - wie ich zuvor. :hallo:

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Re: Furniere

Beitrag von emanuel » 28.05.2019 18:24

Man findet online unzählige Angebote (zum Beispiel Amazon) an Furnieren, die in kleinen Platten verkauft werden, dünn sind und auch leistbar. Hier zum Beispiel die neueste Packung vorne mit Kirschenholz (hell).

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So eine Packung kostet ca. 10 Euro, beinhaltet um die 15 Stück und war binnen drei Tagen da.

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Auch wenn in vielen Kommentaren ~ Rezensionen oft von beschädigten Stücken die Rede ist, waren meine beiden Lieferungen bisher absolut in Ordnung. Klar, da und dort am Rand gibt es mal eine Franse oder ein kleines, heraus gebrochenes Stückchen, aber wir reden hier auch von einem Naturmaterial. Das gehört halt dazu?! :muede:

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Das Furnierholz ist ca. 0.7~0.8 mm dick, also ausreichend dünn für kleinere Arbeiten, aber dick genug, dass es sich nicht auflöst. Es gibt zwar noch Dünneres, aber das bekommt man schon wieder schwerer und ist wohl dann auch eine eher sensible Sache - je nach Holzart. Aber für meine kleinen Zwecke reicht so was absolut aus. :)

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Re: Furniere

Beitrag von emanuel » 28.05.2019 18:35

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Bei der ersten Bestellung habe ich damals übrigens gelernt, dass, wenn man nur Mini-Dinge bastelt, durchaus lange mit einer einzigen Packung auskommt - auch wenn darin zusammengerechnet nur an die 0.8 m² enthalten sind. Wirkt nach wenig Holz, aber ich habe wohl auf lange Sicht mehr als genug davon. Interessanter sind eher verschiedene Holzarten, um auch unterschiedliche Muster und dergleichen zu ermöglichen - also lohnt sich nicht der Kauf von vielen, sondern eher von verschiedenen Packungen. :miau:

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Hier übrigens ein Beispiel von vor bald einem Jahr einmal, damals noch ohne maschineller Unterstützung. Eine primitive Uhr, deren Entstehung ich hier in diesem Bericht damals festgehalten habe. Ein billiges Bauholz wurde ausgehöhlt und mit etwas Furnier dann doch an Wertigkeit gehoben - und ich habe gerade mal 1 bis 1 1/2 Furniere dazu gebraucht. Und nein, ich habe es natürlich nicht feingeschliffen... beim nächsten Mal. :tap:

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In dem Fall damals hatte ich das Ganze mit mehreren Schichten Schellack überzogen (so ein Fläschchen gibt es zur Abwechslung in meinem Baumarkt um ca. 6 Euro und ich bin nach dutzenden Versuchen noch immer bei der Hälfte) und da sieht man den radikalen Unterschied, wie schön so ein Furnierholz bzw. Maserung dann wirken kann und wie stark der Kontrast zum rohen Furnier ist. Schellack mag ich deswegen so, weil er saftig und feucht wirkt und zudem spiegelt. Das Holz wirkt quasi nass und gefällt mir gut. :)

Kann also Experimente damit nur empfehlen und die Investition in solche Dinge ist doch eher überschaubar und auch mit kleinem Geldbeutel leistbar. Von der Verarbeitung her, nähere ich mich auch erst an - bisher genügten Schere und Leim, an das Biegen und Bekleben mit heißem Dampf bei Wölbungen und Co. muss ich mich auch erst herantasten - aber davon werde ich dann hier berichten. :blabla:

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Re: Furnier - erste Erfahrungen

Beitrag von emanuel » 03.06.2019 18:42

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Mmmhhh, das wird noch spannend in den nächsten Tagen. Für ein kleines Bastelprojekt habe ich jetzt nämlich etwas länger auf ein helles Furnierholz als Ergänzung gewartet und hatte mich dabei für Ahorn-Holz entschieden. Allerdings ist das Holz etwas dicker als gedacht (zumindest wirkt es so) und zudem ganz schön wellig und steif. :komisch:

Zwar habe ich schon gelernt, dass sich Furnier mit viel Leim und bei dem Trockenvorgang dann nochmal stärker anlegt bzw. von selber glättet, aber diese Wellen sich doch ein bisschen sehr... kräftig. Sprich, es ist richtiggehend fest und durchaus hart. Zudem wird es schwierig, auf den Blättern gerade, saubere und rechtwinklige Linien mit dem Bleistift zu ziehen, um eine Schneidevorlage zu haben. :hilfe:

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