Ergänzungen für modularen Synthesizer

Kleine Projekte aus Spaß an der Sache und ohne Ziel
Antworten
Benutzeravatar
emanuel
Administrator
Beiträge: 129
Registriert: 07.04.2019 10:43
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Ergänzungen für modularen Synthesizer

Beitrag von emanuel » 23.05.2019 22:34

Schon länger baue ich mir nebenbei langsam und vorsichtig (und lernend) einen klassischen, analogen modularen Synthesizer auf. Wer mehr darüber wissen mag, kann sich hier die Geschichte dazu durchlesen. Momentan ist allerdings mit der Erweiterung Pause, es gibt andere Dinge im Alltag, die mehr Prioritäten haben, als Module oder generell alle paar Tage oder Wochen mal bisschen für ein paar Minuten auf dem Ding herum zu spielen. :muede:

Bild

Allerdings führt das dazu, dass unten rechts weiterhin ein großes Loch im Synthi klafft und die Kabel dazu lose rumliegen, was für behaarte Stubentiger natürlich eine spannende Sache ist... und gefährlich aufgrund der Elektronik bzw. den offen liegenden Schaltplatinen. Deswegen ist das Teil ständig weggeräumt und aus dem Sichtfeld - hält einem dadurch aber von einem öfteren Gebrauch ab, weil das jedes Mal rausholen aufwendig ist. Aber wozu haben wir denn etwas Werkzeug? :miau:

Bild

Also mal was wirklich Banales jetzt... wir wollen eine rechteckige Holzplatte. Also schnell abmessen...

Bild

Ich bin übrigens dankbar, dass ich mir schon vor längerer Zeit diesen rechten Winkel um ~5 Euro online gekauft hatte. Er kann nichts, außer einen rechten Winkel exakt darzustellen. Hat auch keine Beschriftung oder andere Features und ist einfach nur ein Stück schweres Metall. Solide, archaisch, wird mich überleben und ist unglaublich nützlich im Alltag. Auch hier.

Bild

Wir werfen die kleine Kreissäge an und schneiden das kleine Plättchen raus.

Bild

Schlichtes Baumarkt-Balsaholz, das schon seit Jahren in verschiedenen Größen bei mir rumkullert, schneidet sich natürlich wie Papier mit so einer Säge und ist unkompliziert. Allerdings klappt das wirklich nur mit kleinen Platten gut, weil die Arbeitsfläche der Kreissäge aufgrund der Miniatur-Größe naturgemäß recht klein ist.

Bild

Und das war es schon wieder. Rechts und links ist etwas Luft, damit man es auch leicht rausbekommt, aber es ist hoch genug, um mit leichtem Druck fixiert zu werden. Ausreichend, um den kleinen Stubentiger vor Dummheiten zu bewahren und das Gerät zu schützen.

Bild

Ändert aber noch nichts am Kabelsalat, der immer irgendwie lose herum kullert. Das nervt und verdirbt oft das Interesse, wenn man das Ganze mal weggeräumt hat, sie auch wieder rauszukramen und wenn man rumspielt, dann fallen mindestens zwei der Kabel nebenbei runter, eines bleibt hängen und so weiter... Also bauen wir uns auch da eine Ergänzung... einen primitiven Kabelbehälter. Der folgt im nächsten Beitrag und wenn wieder genug Tageslicht da ist. :)

Bild

Warum erzähle und zeige ich das übrigens überhaupt... ein banales Holzplättchen, das man auch mit der Stichsäge oder Handsäge aussägen hätte können? Oder mit einem zugeschnittenen Karton lösen hätte können?

Weil der ganze Vorgang inklusive Aufbau der Geräte und dann auch wieder wegräumen und generell wieder alle Spuren verwischen, gerade mal 8 Minuten gedauert hat. Der Schnitt mit der Tischsäge ist binnen einer Minute erledigt und die Sägespäne-Menge überschaubar... das macht es leichter, sich zu solchen Dingen neben den grauen Alltagstätigkeiten aufzuraffen und man hat nicht das Gefühl von "Arbeit" und Aufwand. Stattdessen ist es schnell erledigt und man kann den Abend einfach weiter genießen und so nebenbei aus Strom quietschende und dumpfe Töne erzeugen... :)

Benutzeravatar
emanuel
Administrator
Beiträge: 129
Registriert: 07.04.2019 10:43
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: Ergänzungen für modularen Synthesizer

Beitrag von emanuel » 24.05.2019 07:42

So, jetzt noch schnell der Nachtrag von gestern... da habe ich allerdings sehr gepfuscht, weil ich auch keine Zeit mehr hatte bzw. dafür aufwenden wollte... eine schlichte Holzbox für die Kabel. Primitivst, aber funktioniert halt einfach... ganz ohne Kunstwerk-Getue.

Bild

Also schnell noch drei Leisten zuschneiden.

Bild

Dieses Mal mit der Bandsäge den Zapfen-Zuschnitt vornehmen.

Bild

So, passt schon - ist ja nur eine schnelle Lösung. Zusammenleimen wiederum mit zwei Balsaholz-Platten, großartig abschleifen tue ich dieses Mal allerdings nicht mehr.

Bild

Fertig. Mit einer Paketschnur oben an einem Legostein eingehängt, damit man sie jederzeit leicht abnehmen kann. Wozu auch mehr Aufwand betreiben? Kabel rein stopfen und weg sind sie - Problem gelöst und das Ganze ist portabel. Will man sich damit beschäftigen, leert man die Box einfach aus oder zieht eines der Kabel raus. :muede:

Bild

Hier erweist sich so eine simple Lösung mit ein bisschen Lego als wirklich praktisch... drei Schrauben fixieren die Leiste stabil auf dem Holz und die kleinen Noppen-Fluffis haben genau die richtige Größe, um die Kabel schnell einzuhängen und auch wieder abnehmen zu können. Das ist beim Herumspielen äußerst praktisch und angenehm - auch wenn es nicht Formschön, sondern einfach nur funktional ist. :)

Benutzeravatar
emanuel
Administrator
Beiträge: 129
Registriert: 07.04.2019 10:43
Wohnort: Wien
Kontaktdaten:

Re: Ergänzungen für modularen Synthesizer

Beitrag von emanuel » 24.05.2019 08:45

Falls übrigens die Frage auftaucht, woher das Holz kommt... bis heute zehre ich von einer Ansammlung alter Holzplatten und Leisten diverser Möbel-Teile von früher und einem größeren Einkauf vor etlichen Jahren (schätzungsweise 50 Euro beim Bauhaus damals, da und dort ein bisschen Holz um einen, zwei oder drei Euro und so weiter). Bis heute habe ich deshalb noch immer unzählige Leisten, Rundhölzer und anderes Zeugs in einem Eck angehäuft, welches ich schon seit Jahren immer wieder von A nach B räume... natürlich bisher recht ungenutzt.

Das hat sich jetzt geändert und es neigt sich die Vielfalt mittlerweile nach diversen Experimenten und Fehlschlägen langsam dem Ende zu, aber das angesammelte Reste-Chaos reicht dennoch weiterhin aus, um noch einige Zeit damit Spaß zu haben und kleine Basteleien anzufertigen.

Soll heißen, in so eine Ansammlung investiert man am Besten nicht, sondern das fällt einfach im Alltag immer wieder an. Auch diverse Schrauben und Co. sind eine Resteverwertung alter Möbel, Lampen und dergleichen. :tap:

Antworten