# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

Flatterfrei

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Irgendwie gibt es gerade nicht viel zu sagen oder zu schreiben hier. Die Zeit geht in analogen Dingen auf (sowie bei kleineren, anderen digitalen Schauplätzen) und die beiden kleinen Flatterfluffis am Halm sind sowieso auch so glücklich über die Morgensonne, die die letzten Tautropfen von den Flügeln weichen lässt.

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Ein kleiner Windhauch und schon treiben sie durch unzählige Abenteuer in der für uns kleinen, für sie aber gewaltigen Welt. Ein kurzer Lebensblitz, aber mit Bestimmung und als Teil des Ganzen.

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Frische Morgenluft schenkt immer irgendwie Kraft und Freude. Ich persönlich mag ja auch die Morgensonne fast lieber, als die Abendsonne – auch wenn sie meistens schöner anzuschauen ist. Aber ein Abend hat immer etwas von Ende und Abschluss und verläuft sich im Dunklen, während die Morgensonne Neues schafft und ermöglicht – und jedes Mal wieder eine neue Türe aufstößt.

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Auch die kleine Raupe Nimmersatt der Brombeerspinner-Gattung beginnt den Tag im warmen Licht der niedrigen Sonne, stopft sich voll und bereitet sich auf einen weiteren Abschnitt im Leben vor, von dem sie selbst noch nicht weiß, was da auf sie zu kommt. Aber erst einmal heißt es überwintern und somit wird das Fell dichter und es wird eifrig von Blatt zu Blatt genagt.

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Und nach der harten, kalten Zeit, in vielen Monaten, wird ein Falter entschlüpfen und selber wiederum neues Leben schenken. Ob ich ihn dann wieder sehen werde? Übrigens, eine schöne Gewissheit eigentlich, dass das Rad des Lebens immer läuft – egal, welche Umstände herrschen.

Genug getippt. Klick.

Ein Moment mit viel Körnung

Text-Teil gelöscht.

Aber ja, was soll’s. Blabla. Windmühlen. Ein anderer Schauplatz.

Heute bin ich zwecks Besorgungen durch die westlichen Waldhänge der heimischen Stadt gefahren, kurvige, kleine Wege hinauf und hinab, leerer Asphalt und Laub, das bereits herbstlich von den Bäumen schwebt. Gedämpftes Licht und eine Temperatur, die sehr kühle Luft durch die offenen Fenster streichen lässt, aber zu warm, um zu frösteln.

Es war schön. Eine Zeit lang brummte gemächlich ein Touristenbus vor mir und es ging in langsamer, stiller Fahrt durch die Waldpfade, ein beeindruckendes, visuelles Bild vor mir.

Sébastien Tellier- Look

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Laub, das Schatten werfend sanft hochgewirbelt wird, ein Farbenkontrast, der an den leicht silbrigen Kodak-Farbfilm-Glanz der 70er-Supermodel-Ära erinnerte, mit dunklen Nuancen und beige-getönten, aber kräftigen Farben an Grün, Braun, Orange und Rot sowie Grau, satte Bremslichter, die einem englischen James Bond-Film der 80er bei Regen entsprungen sein dürften, vermischt mit der inneren Ruhe des Sébastien Tellier Sounds.

Das sind Momente, wo ich im Auto ganz still bin, keine Musik läuft, man hört nur das sanfte Rauschen des Motors, keine Bewegung, kein Bremsen, kein nochmaliges Gas geben, einfach ein statischer Moment einer Aufnahme, die 5, 10, gar 20 Minuten dauert und wie aus einer ungeschnittenen Szene besteht, gefilmt von einem Kamera-Schlitten, wo analogen Filmrollen auf der Kamera sich mit einem leichten Surren abspielen, das schwere Glas-Objektiv, dessen Linsen sich zueinander verschieben, der silbrige Deko-Rand an den schwarzen, lackierten, da und dort bereits abgeplatzten, Metall-Griffen der Halterung und das rote, kleine Glimmen der Batterie-Anzeige, der Geruch von Waldluft, Regen, Erde, Metall, 8mm-Film und analoger Elektronik.

Der tiefe Klang des Motors vom Bus fünfzig Meter vor mir, als er langsam mit der gedanklich eingespielten Stimmungsmusik in einer Wolke aus Nebel, Blättern und Schattenspielen in das weiß-graue, regnerische Licht einer Lichtung gleitet, um kurz darauf im dunklen Wald zu verschwinden… die Bremslichter, die seine Spur verraten und dann langsam ausglimmen…

Ich mag das.

Erde. Wind. Das Nichts.

Immerhin geht ja ein wenig Wind gerade. Ein wenig Kühlheit, die die verschwitzte Haut ummantelt und zugleich aber wieder durch jede Bewegung zunichte gemacht wird. Fordern – muss ich zugegeben. Die letzten Tage erneut bei durchschnittlichen 30+ Grad in der Nacht im Bett gelegen, die Schweißtropfen gezählt und den dicken Nachtfalter beäugt, der seit 4 Tagen mein Zimmer belegt und jedes Mal erneut irgendwo unauffindbar beim Fensterspalt, in der Deckenlampe oder hinter bzw. unter dem Bett verschwindet, sobald ich mich auch nur ansatzweise bewege.

Kraft der Erde

Ich gehe mal davon aus, dass er nichts Böses im Schilde führt, wenn er jedoch auch ein wenig leiser flattern könnte, wäre uns allen geholfen. Erholung ist wichtig und notwendig, speziell in Zeiten, wo man der kleinen Fellkugel mit dem Miau-Feature ein neues Insulin in die Haut presst und der Vorgang durch andere, kürzere Nadeln erschwert wird. Ein Blindflug, der bei jeder Gabe zu einer kleinen Berg-Besteigung ausartet. Warum zum Teufel sind die denn auch so kurz? Die Anderen waren da besser, genauer und einfacher… aber gut.

Zum Wohle des Haustieres.

Sowieso absurd alles. Haustier. Die Perversion des Menschen zur eigenen Befriedigung von Zuneigung, Besitz, Verantwortung und des Miteinander. Als ich im Zuge der Analysen und Besorgungen der Gerätschaften und Injektionsnadeln nebenbei durch die Regale eines Fachmarktes für Tiernahrung spazierte und sich dabei vor mir hunderte Farbexplosionen an Marken und Formen eröffneten, während zugleich im Netz am Smartphone das Wort „Barfen“ wieder eine weitere Renaissance erlebt – mit all den ebenso bunten und unterschiedlichen Diskussionen, Streits und 30-Jahren-Erfahrungen – da kam in mir erneut dieses Gefühl von „Was zum Teufel machen wir eigentlich alle da? Was ist bloß passiert?“

Unbeantwortet.

Erde

Ein paar Tage später saß ich auf einem Plateau in weiter Landschaft, eine kleine Kapelle neben mir, eine gewaltige Gottheit, die aus einer Schlucht aufstieg und auf dessen Daumen ich sitzen könnte – und am Himmel acht Störche, die in einem Kollektiv nach passenden Futtergründen suchten, schwebten, kreisten, sich auflösten und schwerfällig und dennoch grazil sich wieder erneut zu einer gemeinsamen Form am blauen Himmel fanden. Wunderschön.

Daneben das Zirpen der Grillen, ein Schmetterling, der gekonnt auf dem Fuß balancierte und in der Hand ein Fruchtsaft, Morgensonne, die über die Arme streicht – und irgendwie ist man einfach glücklich. Es braucht wirklich wenig.

Wenig ist auch ein gutes Stichwort, denn ich habe – so wie immer und nichts Neues – das Zoologie-Projekt ein wenig überarbeitet.

Oder sagen wir besser: Reduziert. Minimalisiert. Vereinfacht. Das zuerst eingesetzte System musste ich leider nach einigen Tagen und mit sehr viel an Frust aufgrund diverser Server-Fehler wieder einstampfen, da es doch bereits völlig veraltet war und die Entwickler nicht mehr aktiv sind – also war ein System-Wechsel angesagt und im Zuge dessen habe ich mir erneut überlegt, was ich eigentlich will? Und was man benötigt dazu?

Nicht zum ersten Mal schlüpfte das Fazit aus dem Kokon der zerbrechlichen Erinnerungen, dass der Inhalt und die Funktion zählt. Wenige Klicks, schnell zum Inhalt und schnelle Ladezeiten. Ob man es wahr haben will oder nicht als visuell veranlagter Mensch – in Wirklichkeit ist das der heilige Gral. Speziell bei Etwas, das nichts Anderes ist, als eine Datenbank.

Das Ergebnis dieser Substraktion ist somit die völlig (erneute) Reduzierung von Style und Layout hin zur Urform der digitalen Ära, den ersten Tagen der vernetzten Informationen. Und was soll man sagen? Es funktioniert (Klick). Gut sogar. Ich bin zufrieden.

Ganz unglücklich macht mich jedoch meine Handvoll an Kakteen. Die gehen gerade mit irgendeiner Erkrankung der Reihe nach ein. Trotz Pflege und viel Liebe. Interessant, dass es ausgerechnet bei dieser minimalen Form der künstlichen Natur in der eigenen Wohnung nicht klappt – der komplexe, selbstgezogene Avocado-Baum im dunklen Wohnzimmer-Eck hingegen trotzt weiterhin allen Widrigkeiten. Und Katzenkrallen.

Das Leben ist komplex, der Mensch eigentlich sehr einfach.

Nachtrag: um immer genügend News für die Plattform zu haben, grase ich mit technischen Hilfsmitteln unzählige News-Seiten in Österreich, Deutschland und der Schweiz ab. Dabei zeigt sich, wie erschreckend eigentlich die Medien-Landschaft ist. Nachrichten, die uns auf den großen Seiten heute als neu und als aktuelles Tagesgeschehen verkauft werden, mit Leitartikeln, Meinungen und großen Teasern, tauchten auf kleineren Seiten oft schon Tage und Wochen oder gar auch Jahre zuvor auf. Man merkt es erst bei genaueren, automatisierten Vergleichen und in einem großen Maßstab wie extrem verzerrt unsere Welt von Politik, Wirtschaft, Chronik und Wissen und ihre Tagesrelevanz eigentlich ist. Das macht fast Angst. Und stärkt die Skepsis gegenüber dem großen Journalismus der Leitblätter.

Die Zoologie

Ach ja. Man weiß ja gar nicht, was man denn eigentlich in so einem Blog schreiben soll, ohne dabei sich, seine Privatsphäre oder ungeplante Zukunft zu sehr zu offenbaren. Seit Tagen schleppe ich das Aufnahmegerät mit mir rum und denke mir ständig, warum nicht reinquatschen, aber es erscheint mir dann nach wenigen Minuten wieder so belanglos und ich lasse es damit immer wieder erneut bleiben.

Wandern

Überhaupt findet gerade eine kleine Schwemme in dem sozialem Digitalhaufen der Usermasse statt und es liegt wohl im Trend, besonders lustig, kreativ und mit viel Power kleine Alltagsdinge visuell oder mit Ton so zu verpacken, dass sie dem ausdrucksvollen Werbestil einer emotionalen Autowerbung entsprechen. Dramatik, Gefühle, prickelndes Erlebnis und Sehnsucht. Jetzt neu, hier, klick, werde mein Fan!

Davor scheue ich dann wieder zurück und erinnere mich an die Zeit, als wir alle noch „Was ist Was“-Bücher gelesen haben und am Nachmittag vielleicht mal ein Foto mit der analogen Kamera geschossen hatten, das dann eh nichts geworden oder je entwickelt wurde. Hat auch irgendwie keiner erfahren und man hat es nicht groß erzählt oder gar mit einem VHS-Videocamcorder aufgenommen und auf einer Wiese vor fremden Publikum vorgeführt. Und waren trotzdem glücklich.

Umzug

Zu erzählen gäbe es aber natürlich einige Alltagsbanalitäten, wie zum Beispiel die Mithilfe bei einem Wohnungsumzug im großen Kollektiv nach einem Brand. 3 Transporter-Ladungen wurden es und gefühlte 4 Tonnen an Material wurde dabei bewegt. Ich habe schon lange nicht mehr soviel Lego und Kinderspielzeug geschleppt und auch schon lange keine großen, schweren Sofas sowie unförmige Kästen und Platten zwischen meinen Fingern, auf meinen Händen und über meinem Kopf gehabt.

Dieser Umzug im freundschaftlichen Umkreis hat mich aber immerhin wieder daran erinnert, wie gut und wichtig es ist, nicht zuviel sinnloses Zeugs in seine Wohnung zu stopfen. Gemütlichkeit und „Schön“ lässt sich auch mit wenigen Dingen erreichen, aber natürlich… sobald mal Kinder da sind, geht diese Rechnung dann nicht mehr auf und das Gesamtvolumen der Besitzmasse steigt unkontrollierbar. Erschreckend. Glücklicherweise muss ich mich mit dieser Thematik zur Zeit nicht beschäftigen.

Ausflug

Eigentlich könnte ich noch von einem schönen Ausflug ins Grüne mit amerikanischen Freundschafts-Wurzeln berichten, aber das sind Momente, die ich jetzt mal in der analogen Welt lasse und hier auch nicht mehr so ausführen mag.

Und deswegen kommen wir kurz zu etwas Anderem… ich bin beim Durchforsten nach diversen Tools über das passende Instrument gestoßen, um die Idee der Zoologie-News-Plattform, die ja mal bereits online war (sogar zweimal), neu definieren zu können und habe ein Reddit-ähnliches System am Server installiert – und sammle seit einigen Tagen nun Links nebenbei, um den „Roll on“-Effekt in die Gänge zu bringen.

Kurzbeschreibung: gesammelte Links zu Beiträgen rund um Zoologie bzw. die Tierwelt. Deutschsprachige Selektion und es gibt eine Frontpage, die beliebte Beiträge hervorhebt sowie eine Seite, auf der neu eingereichte Links angeführt sind – ohne Bewertung.

Das Ziel der Idee hat sich zum erstmaligen Ansatz damals ansonsten nicht geändert – Interessierten einen fokussierten Zugang bzw. Sprungplattform zu einem bestimmten Thema zu ermöglichen… in meinem Fall eben der Schwerpunkt Zoologie, mein privates Steckenpferd und Quelle der persönlichen Freude außerhalb der grauen Alltags.

Zoologie

→ Hier geht’s lang.

Die Seite wirkt übrigens recht bewusst „roh“ und „ungeschliffen“, denn die Erfahrung ist ja, dass meistens nicht die abgeschleckten, schön gestylten Seite funktionieren bzw. den größten Nutzen haben, sondern eher Plattformen, die man als chaotisch bezeichnet… egal ob Facebook, Craigslist, Reddit, Twitter oder diverse Uni-Netzwerke.

Außerdem habe ich keine Zeit, Lust und Nerven mehr, allzu lange an Etwas zu Basteln, das unter Umständen temporär ist und vor allem bringt es ja auch kein Geld oder direkten Nutzen für das Überleben da draußen… deswegen fahren wir da die Low-Level-Schiene. Lieber ein rumpelnder Traktor, der solide läuft, als ewig lange herum zu feilschen und dann ein nicht-funktionierendes Hybrid-Elektronik-Modell-Ding zu haben, das schön ausschaut, aber außer Zeit und Geld verbrauchen nichts kann, geschweige denn fährt.

Rollen

Blabla. Gut, mir ist zu heiß und ich bin auch zu erschöpft von dem Wetter für mehr Worthülsen hier. Genießt den Sommer einfach, geht hinaus, lebt das Leben… anstatt das Gesülze hier zu lesen – da hat man mehr davon. Man lebt schließlich nur einmal und jede Minute davon ist insofern kostbar, weil es die nur begrenzt gibt. Es gibt auch nur das bewusste Jetzt. Also ggssshhhtt, weg da vom Bildschirm!

Das gescheiterte Telefon

Weil ich gerade mal wieder einen Krimi oder besser gesagt Thriller gesehen habe – natürlich mit dem immer gleichen Spiel… Bösewicht entführt Jemanden oder versteckt eine Bombe, es gibt Anrufe und das übliche Psychospiel zwischen allen Beteiligten. Und natürlich gewinnt das Gute und alle Anweisungen wurden ausgeführt und zugleich hat man den bösen Typen dabei ausgetrickst.

Gut. So weit so gut. Ich denke, fast jeder von uns kennt diese Filme, ist auch mit der Art und Weise der Klischees vertraut. Und jetzt folgt allerdings eine Auflistung, warum ich keinem Bösewicht, Terrorist, Attentäter oder Psycho-Heini empfehlen würde, so etwas mit mir zu probieren.
(mehr …)


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