# Honigtropfen

Lichtwurzel

Nun stellen sich natürlich mehrere Fragen. Was mache ich so? Warum hat sich hier im Blog schon wieder etwas geändert? Was bewegt mich? Also all jene Fragen, deren philosophische Ausformulierung und Darlegung in einem egozentrischen Kontext kaum je zur allgemeinen Befriedung beantwortet werden können bzw. auch nicht müssen, denn die Fragestellung entspringt dem eigenen Spiegelbild, das sich mehr und mehr über die Eigenreflexion wundert und sich zudem die Frage stellt, woher man denn eigentlich weiß, ob das, was man sieht, nicht ein Spiegelbild eines anderen Spiegelbildes ist, das sich in unendlicher Reflexion unendlich oft in einer Schleife wiederholt?
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2016/05/10

Holzwandern

Ich habe ja schon lange nichts mehr hier geschrieben, sondern tippe meistens nur nebenan im kleinen Blog, aber machen wir doch mal wieder eine kleine Ausnahme, auch wenn der Beitrag vermutlich ganz schön chaotisch wird…

Holzstämme

Oster-Feiertage sind ja und somit ist wenig Verkehr zeitig in der Früh, ein Umstand, den ich äußerst begrüße… denn nur dann macht Fahren auch irgendwie manchmal sogar Spaß und ich genieße das gemütliche, gemächliche Cruisen durch langgezogene Straßen, ein gutes Hörbuch spricht aus dem Off und begleitet einen Kommissar durch seine Suche nach dem wahren Täter und Mörder. Columbo-Style, das Ganze vermischt mit warmen Sonnenstrahlen, leicht geöffneten Fenstern und Grünphasen bei den Ampeln in der 30er-Zone. Idealer Tag also, um den halbvollen Tank des Autos erneut halbleer zu machen und endlich wieder ein wenig durch den Wald zu stapfen.
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2016/03/27

Holz-Knobeln

In den letzten Tagen habe ich ja das alte Werkzeug rausgekramt und beginne es immer ausgiebiger zu nützen – natürlich, wie könnte es anders sein, in Verbindung mit Holz. Relativ einfach auch in einer Altbau-Wohnung zu verarbeiten und zumindest das Bohren ist nicht ganz so laut wie bei anderen Werkstoffen.

holz-0007

Erst habe ich nur kleine Schnitzereien probiert, dann ist gleich mal der Griff vom Schweizer Taschenmesser abgegangen bzw. war schon länger angeknackst, also einfach mit einer schön gemaserten Holz-Leiste einen neuen, beidseitigen Griff angefertigt. Gefällt mir selber gut und fühlt sich auch irgendwie warm und sehr angenehm an, vor allem auch deshalb, weil es jetzt satter und etwas dicker in der Hand liegt.
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2016/03/05

ру́сский язы́к

Ja, schon schwer das Vorhaben. Das muss ich wirklich mal zugeben und noch immer hängt es da und dort im Kopf, wenn es darum geht, die Buchstaben beim Lesen im Kopf mal eben flüssig auszutauschen und das p zum r umzuwandeln, das h zum n, das n zum i und so weiter. Aber langsam wird es ja.

bus

Seit einiger Zeit lerne ich nämlich nun doch endlich Russisch (in einem Kurs) und während ich in den ersten Tagen noch einen Zweifel verspürte, ob ich das länger als nur 4-5 Tage durchhalte, merke ich nun langsam, dass die Mühen Früchte tragen und ich den Spaß daran entdecke.

Vor allem das Lesen gelingt mir immer besser, auch wenn ich mich natürlich noch ganz, ganz unten auf dem Kindergarten-Niveau befinde und mich erst mit Wörtern wie привет, сок, профессия, неплохо, женщина oder до свидания herumschlage. Das Schreiben wird aber dennoch Stück für Stück eine Spur „leichter“, das Lesen ebenfalls und jeden Tag folgen weitere Wörter und Sätze, die ich mir erstaunlicherweise doch immer wieder (manchmal) merke (was jetzt bei meinem, von Computer zersetzten, Gehirn nicht unbedingt selbstverständlich ist)…

Nur die Aussprache wird ganz sicher die letzte Bastion, der ich mich stellen werde. Zu sehr sperrt sich mein Kopf manchmal, wenn es darum geht, das o als a auszusprechen (oder gar umgekehrt) oder mal eben den richtigen Schwung beim Lesen für увидимся zu erwischen.

Aber wenn dann auf der Straße eine russische Touristin ihre Kinder ruft, so wie gestern, und man plötzlich zwei drei Wörter versteht und смотреть oder просто irgendwie einen groben Sinn ergibt, dann hebt das doch die Stimmung und gibt dem Ganzen einen kleinen Energie-Schub.

Allerdings darf man nicht nach vorne blicken, denn noch bin ich bei erst bei der Hälfte der ersten Etappe und es liegt noch ca. drei- bis viermal so viel vor mir und vor allem noch sehr umfangreiche Hürden aus sehr seltsamen Wörtern, Buchstaben, Kombinationen und bunten Regeln. Aber wenn ich nach dem ersten Ende zumindest dann Schilder lesen oder mich erkundigen kann, wohin geht es da und dort, etwas bestellen oder einfachen Small-Talk alias „Wie geht es und was machst Du so?“ führen und das Ganze auch noch schreiben und lesen kann, bin ich auf jeden Fall sehr zufrieden. Wäre eine kleine Wunsch-Bastion im Leben, die damit bröckelt und eingenommen wird.

посмо́трим, как пойдёт де́ло – oder so ähnlich… Das wird dann die nächste Stufe, aber jetzt muss ich mich zuerst mal mit wirklich schwierigen Wörtern herum schlagen: „Adverbien“ und „Personalpronomen“ – was auch immer das heißen soll? Diese Wörter machen für mich bis heute keinen Sinn und erscheinen mir zudem ja völlig belanglos. Ich spreche schließlich auch keinen Binärcode, wenn ich am Computer Etwas tippe?! Mh.

хорошо, пока́!

PS: habe jetzt noch mehr Respekt vor Jedem, der Deutsch lernen muss und von der kyrillische Schrift auf Unsere umsteigen muss. Da ist schließlich der selbe Buchstaben-Salat im Kopf.

Foto: Mikhail (Vokabre) Shcherbakov from Moscow, Russia (The „B“ trolley) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

2016/02/18

Zeitraffer ~ Hohe Wand

Nacht auf der hohe Wand

Ich hatte ja angekündigt, dass es einen zweiten Teil der Hohen Wand geben wird und dieses Mal auch tatsächlich mit einer Zeitraffer-Aufnahme… und ratet mal? Richtig, der Erste und der Dritte von drei Teilen ist jeweils komplett verhaut, weil ich versehentlich den Nachtmodus bei den Bildeinstellungen aktiviert hatte und dadurch die Fotos natürlich völlig überbelichtet sind und zwar so weit, dass sie nicht einmal irgendwie zu verwenden sind. Ich war wohl zu müde, um genauer hinzuschauen. Pech.

Nacht auf der Hohen Wand

Deswegen gibt es von dem familiären Tag im bergigen Kollektiv, ebenfalls wieder nur ein paar Schnappschüsse und immerhin ein genau 7 Sekunden langes Video… prompt und exakt genau vom Sonnenaufgang. Ein äußerst kurzes, visuelles Vergnügen, aber zumindest wurde der festgehalten. Wenigstens!

Sonnenaufgang Hohe Wand

Das Wetter war übrigens erstaunlich klar und besser als beim vorherigen Versuch – obwohl eigentlich Nebel und dergleichen ansonsten durch die Landschaft zogen… aber auf den 1000+ Meter betrachtet man diesen Frust nur von oben und freut sich nach wenig Schlaf, dunklem Autobahn-Nebel und kaltem Wind um sechs Uhr in der Früh über warme, sonnige, völlig klare Bergluft ein~zwei Stunden später. Sozusagen ein Bilderbuchwetter und damit unglaubliches Glück, es genau an dem einen, im Vorfeld ausgewählten, Tag auch tatsächlich so zu erhaschen. Kommt im sonst üblichen Alltag eher selten vor.

Sonnenaufgang Hohe Wand

Sonnenaufgang Hohe Wand

Sonnenaufgang Hohe Wand

Sonnenaufgang Hohe Wand

Hohe Wand Sonnenaufgang

Zeitraffer Hohe Wand (kurz)

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Ich selber...

Fotograf Hohe Wand

Ausblick Hohe Wand

Ausblick Hohe Wand

2015/12/07

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