# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

The Rich Man’s Frug

Frug
Das ist einfach großartig. Nichts anderes.
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Rollende Bucht

Es liegt Meeresgeruch in der Luft. Er weht gerade mit einer salzigen Note über die Landschaft, wirbelt den Staub am Weg daneben auf und lässt die länger werdenden Haare verwildert zurück, während die Sonne zugleich fröhlich durch sie hindurchblitzt und der blaue Himmel mit seinen zarten Wolkenfäden das gesamte Bild abrundet. Ein Sommertag… mit einer frischen, angenehm warmen und würzigen Note. Auch Brise trifft es gut.

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Ich bin nicht weit gekommen, habe ich mich in ein paar Gedanken verloren, gelesen, dann ein wenig gegessen, danach wieder in Gedanken verloren, bis ich mich endlich aufgerafft und der Wirklichkeit gestellt habe – das Leben spielt im Blätterrauschen seine Musik, ebenso in der Wärme des Sonnenlichtes und den bunten Blumen, die sich wie eine eingefärbte Milchstrasse über das dunkle Grün des Universums – oder ist es doch der Rasen – erstrecken.
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Goldschaum im Holzbecher

Wenn man denn eines lernt im zittrigen Leben, dann ist es unehrlich zu sein. Vermutlich bekommen wir schon von Kindesbeinen an mit, dass sich die Ehrlichkeit nur selten auszahlt, denn das offensichtliche Geschwurbel von „Alles kommt im Leben zurück“ betrifft nur die Kleingeister, die darüber fachgerecht und philosophisch sinnieren und ansonsten ängstlich in den Büchern des Wissens vor der Welt verstecken. Derjenige, der sich nicht länger als eine kleine Melange, die er in einer Bewegung hinabstürzt, Gedanken um diese Dinge macht, lässt sich selten von diesen Dingen einholen oder gar umgarnen. Er lebt einfach, er nimmt, er mordet.

Als Jüngling des Lebens, also in der Zeit, in der man sich selber überschätzt und damit auch durchwegs Erfolg haben kann, weil es der Gegenüber zwar weiß, aber zugleich sich allzu gerne blenden lässt und es auch bewusst toleriert, verschwendete ich da nicht besonders viel Zeit mit diesen gesellschaftlichen Gepflogenheiten. Es entspricht nicht der Natur oder gar dem Wesen des Menschen. Es fügt sich, wenn überhaupt, nur atypisch in unser Leben ein.
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Arkadengänge am Meer

Es gibt so Orte, an denen ich mich bei Bedarf einfach in andere Welten versetzen kann. So zum Beispiel in dem Arkadengang unweit meiner Behausung. Dort scheint manchmal die Sonne auf die gelben, restaurierten Wände, alles schön sauber, das Schloss steht daneben und prachtet still vor sich hin… währenddessen wandere ich also durch diesen Seitentrakt mit seinen offenen Wölbungen und stelle mir dabei vor, erhöht auf einer Festung in der Nähe des Meeres zu sein. Eine leichte Brise umspielt das Antlitz.

Am Meer

Und dann beginne ich zu gestalten. Große, schwere Holztröge mit Erde und vielen, duftenden Kräutern und bunten Blumen da und dort zu platzieren, an den Wänden mit der Hand und zarten, braun-grünen Farben gemalten Efeu, der leicht abblättert, zu drapieren und an einigen Stellen hänge ich auch noch getrocknete Wiesenblumen auf, bei der großen Mittelsäule sogar auch mal ein altes Gemälde mit einer Wiesen-Feld-Meeres-Berg-Landschaft mit kräftigen Wolken und sonnigen Sonnenblumen.

Danach setze ich mich zu den Bäumen, nicht auf die verwitterte Steinbank, sondern auf die klassische Parkbank daneben und genieße das Rauschen der Blätter, das fiedele Zirpen und Singen der Amseln um mich, während ein kleiner Star vor meinen Füßen nach Würmern in der Wiese sucht. Übrigens sind es ausgezeichnet schöne Tiere. Früher hatte ich ja Stare eigentlich eher als dunkle, kleine, beliebige Massenvögel abgekanzelt und nicht weiter an meiner Wahrnehmung teilhaben lassen, aber seitdem ich mir sie mal näher zu Gemüte führte, bin ich sogar richtiggehend begeistert von ihrer Schönheit.
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Der Turm des Lebens

Es ist herrlich hier. Sie stapft weiter. Behutsam setzt sie einen Schritt vor den Anderen, versucht die Balance zu halten, aber generell fällt es ihr nicht schwer – sie gilt als die Meisterin ihres Faches. Der Rucksack ist leer, die Strecke zuvor war weit… aber dennoch… Das Sonnenlicht, das durch das Fenster fällt, hellt die Umgebung auf, es ist warm und trocken, etwas zu trocken sogar, aber die Sicht gut und sie hat ihre Ruhe. Das benötigt sie für ihre Konzentration und zugleich mag sie auch diese stillen Momente.

Kleine Steine liegen überall verstreut in der Landschaft, bräunlich gefärbt und dazwischen drängen sich kleine, helle Sandkörner. An manchen Tagen stellt sie sich deshalb vor, dass sie auf einem fernen Planeten gelandet ist und auf Entdeckungsreisen geht. Ein völlig unbekanntes, fremdartiges Terrain erforschen – diese Gedanken beleben sie immer wieder erneut.

An manchen Tagen klettert sie auf den hohen Felsen oder auch auf den Baumstumpf neben dem Haus und streckt sich in das Licht – wie ein Eroberer. Denn eines Tages möchte auch sie davonfliegen, einfach die Flügel ausstrecken und langsam empor schweben. Weit weg, in eine unbekannte Zukunft und Landschaft.
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