# Honigtropfen

Neue Form und altes Glück

Es ist faszinierend, aber seit dem letzten Eintrag ist schon wieder ein Jahr vergangen. Eigentlich erschreckt es mich eher, wie schnell die Zeit am eigenen Leben vorbei zieht und die Spuren der Veränderungen dabei verwischt. Vor allem habe ich damals eine neue Position übernommen, die sich seitdem noch mehr ausgebaut hat und ich muss zugeben, dass sie ganz schön fordert. Nicht so sehr von der Aufgabe, sondern von der Umsetzung der Aufgabe, auch wenn das jetzt schwierig zu verstehen ist. Die Faktoren sind oft nicht überschaubar, das Ambiente entspricht nicht der eigenen Lebenslinie und zugleich entdeckt man jeden Tag Neues und Altbekanntes im gleichen Atemzug. Es ist viel und wenig zugleich.

Nun denn, ich muss mich erst wieder langsam sammeln und meine Gedanken und Meinungen ordnen. Und sie in eine Form gießen, mit deren Ergebnis ich auch gut leben kann. Aber es hat sich in den letzten Monaten soviel geändert, nicht nur bei mir, sondern auch in dieser Welt, dass ganze Bastionen keine Rolle mehr spielen und Andere dazu gekommen sind. Und noch immer bin ich beim Sondieren und dem Verstehen.

Auch verändert sich das Netz immer weiter und in meinem Umkreis sehe ich es selber: die Lust daran stirbt, es wird nur mehr konsumiert, aber nicht mehr geformt. Ich bin selber keine Ausnahme, ich fühle mich ermattet und die Resonanz durch Andere ist oftmals doch recht belanglos, wenn man ehrlich ist… also wägt man die Zeilen des Geistes dreimal ab, bevor man sie tatsächlich ausschüttet. So mag ich zum Beispiel meinen kleinen Textblog drüben, aber zugegeben: ich weiß nicht, wozu mehr und was damit tun. Es hat sich gerade erschöpft, aber es fehlt sicherlich auch einfach die Freizeit im Kopf, die Gedankenausformungen zulässt. Auch wenn es nur ein Eindruck und ein Gefühl sein mag.

Auch rechtlich ist mittlerweile vieles Anderes geworden, deswegen habe ich mal das alte, von mir sehr gemochte, Layout entfernt und wie man sieht, bin ich sehr rudimentär geworden. Aber dafür ist es selbst gemacht und ohne Abhängigkeiten sowie aktualisiert… das verschafft einen ruhigen Schlaf, außerdem regt es mich selbst an, hier wieder Leben einzupflanzen und die Honigwiese erneut erblühen zu lassen.

Die ersten Tage im Grünen sind stundenweise immerhin und währenddessen schon genossen, Sonne wurde ein wenig getankt, aber es fehlt noch viel, bis der Lebenseimer tatsächlich wieder aufgefüllt ist. Aber ein kleines Samenkorn ist wieder gesetzt und ich gieße es mal ein wenig. Das muss auch mit den Pflänzchen im Freundeskreis passieren, die Erde ist doch zu trocken geworden. Leben ist nicht leicht, auch wenn man es selber in der Hand hat, wie und wo es wächst. Aber erst mal das Antlitz wieder benetzen und einatmen…

2018/05/10

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