# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

Kein Text

Herbstwein

Nur ein paar Bilder zwischendurch vom Handy aus… glücklicherweise ist der Akku der Kamera leer, deswegen bin ich davor geschützt, das wunderbare Herbstwetter hinter der Kameralinse zu verbringen und genieße stattdessen jede Minute dieser Stunden so gut es geht. So wie Haiko, der auch dabei ist.

Weinbergen in der Sonne

Die Fotos sind deswegen von recht geringer Qualität, aber was macht das schon… es zählt sowieso nur der gelebte Moment. Über der Landschaft liegt vom nahegelegenen Stiftsgut eine Geruchsmischung von Herbstlaub, Wald, Erde, Brathuhn, Semmelknödel mit Sauerkraut und leicht holzigen Rauch von einem Schornstein, das Ganze gemischt mit etwas Wind, klarer, kühler Luft und dem strahlend blauen Himmel, der jedes goldgelbe Blatt in der Herbstsonne nochmals extra zur Geltung und zum Leuchten bringt. Wunderschön!

Herbstsonne

Ausblick

Weinberge

Herbstidylle

Kreuzwanderweg

Herbstmond

Wanderung der Naturfreunde

Landschaft

Herbstlandschaft

Weinberg

Herbstflocken

Mmmhhh, ich hatte ja fast gar nicht mehr damit gerechnet, dass ich dieses Jahr noch in den Genuss von Herbstlaub, Sonne und Stimmung kommen und Ruhe finden werde. Ganz im Gegenteil, ich hatte das verspielte Herbstlaub schon beinahe gedanklich abgeschrieben, als ich mich gestern eher zufällig in der Früh Richtung Südwesten der Landschaft treiben ließ…

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…und wurde nach dem Durchbruch aus der Nebelwand völlig überraschend von wunderschönen Stimmungsbildern eingefangen. Strahlende Sonne, blauer Himmel, warme Luft. Das Ganze dann noch kombiniert mit einem kollektiven Ausflug durch Wald, Wiese und kleine Bergspitzen und der Herbsttag war perfekt.

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Ich verbinde solche Tage ja positiv mit meiner Kindheit – also den freien Tagen in der Herbstzeit, als die Schule damals noch kein grauer Sumpf war, Zukunft und Karriere kein Thema spielten, man eigentlich nur wenige Alltagssorgen in dem Moment des Lebens an sich hatte, Geld nicht greifbar war und man mit Freunden stattdessen Kastanien sammelte und auf Bäume kletterte und wusste, dass es einfach ein freier Tag im Leben ist und man muss sich für Nichts rechtfertigen, ein schlechtes Gewissen haben oder Sorgen wälzen. Bewusstes Leben.

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Es waren ein paar wenige, aber gute Momente im jungen, viel zu schnell vergänglichen Leben… und das bunte Herbstlaub in der Sonne und die Gerüche erinnern mich eben daran. Ich genieße das, weil es einem ein wenig zurückführt gedanklich und das Verständnis von den Dingen, die wichtig sind im Leben, oftmals schnell relativiert und neu ordnet. Das tut mir gut.

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Der Tag endete am späten Nachmittag noch im Schlosspark in Schönbrunn und schließlich für mich dann im „neuen“ Bett (ich habe es umgestellt), wo ich zum ersten Mal nun richtig fest geschlafen habe und sogar etwas Erholung gerade spüre.

Es braucht mehr dieser Tage im Alltag, auch wenn ich für jede einzelne Minute sowieso schon sehr dankbar, demütig und auch irgendwie berührt bin.

Schlamm, Wiesen, Feiern

Weil ich selber meine Geburtstage nicht so sehr feiere, aber die von Anderen hingegen schon, darf ich die Aufmerksamkeit auf einen Beitrag lenken, der Jemanden krönt, den ich auch schon seit einigen Jahren – manchmal fast live – sozusagen begleiten darf.

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Und auch wenn dieses Fellwesen jetzt nicht in meinem Alltag physisch ständig präsent und das eine oder andere Ausflügeln leider auch viel zu selten ist, hat es sich durch die moderne Zeit dennoch so gefestigt, dass er da irgendwie ein kleiner, aber doch beständiger, kollektiver Teil meines Lebens wurde – mitsamt seiner Königin. Mit allen Facetten, Herausforderungen und immer wieder spannenden Begebenheiten, Erlebnissen und Situationen, die nicht mal die schönsten Kinderbücher so zeichnen und erzählen könnten.

Im Schlamm versinken, im Nebel stapfen und auf der sonnigen Wiese wälzen… das sind die heiligen Grale des Glücks, die wir Menschen ständig unablässig suchen, dabei von Grund auf vor der Nase haben und dennoch nur zu selten begreifen. Die lebt er schon lange Tag für Tag erneut aus – und all das mit einer Kraft, die immer wieder beeindruckend und beneidenswert ist. Für den König ist das Leben einfach ein Keks, bei dem man jeden Bissen genießt und zugleich nie davon genug bekommen kann.

Alles Gute wuschlige Fellkugel – und auf ein weiteres, gekröntes Jahr, das Du verlässlich genauso finden, entdecken, auskosten und erforschen wirst, wie den verlorenen Handschuh am Waldweg… den man mit diesem Vierbeiner nämlich gar nicht mal verlieren kann. Ein beruhigendes Gefühl.

Zum Manifest, geschrieben von seiner Königin:
DER KÖNIG UND SEINE KRONE

Aus dem Herbstschatten

…ab in die Sonne. Wer hätte damit gerechnet, dass es doch noch mal an die 30 Grad bekommt und das Wetter in eine Art von Vorspät-Sommer verwandelt? Ich nicht, aber umso erfreulicher, denn natürlich hebt so etwas die Stimmung und macht produktiver. Vor allem wuselt es überall und das steckt naturgemäß an.

Sonnenherbst

Außerdem passt es gut zu diesem Beitrag hier, denn ich wollte schon die ganze Zeit auf meine Spielwiesen hinweisen, die sich nun doch endlich manifestiert und gefestigt haben. Ich bin zur Zeit im Blog hier recht still, weil es mir momentan nicht ganz liegt, ausschweifende, schöne Texte zu schreiben – deswegen verweise ich da mal lieber auf diese Wortkunst-Beiträge hier und hier aus der Schweiz, da kann das jemand eindeutig besser.

Dort kann man also etwas feine Literatur lesen, während ich zur Zeit hier und woanders doch eher so auf dem Zeitungs-Niveau bin – aber es liegt mir auch gerade mehr. Der reale Alltag ist präsenter denn je und zum schmückenden Auswurf der Gedanken habe ich einfach nicht die Ruhe, Zeit und auch Muse. Deswegen widme ich mich wieder mehr dem Journal auf Sockenrand-Höhe, denn das ist etwas, das ich immer schon gut konnte und auch will. Banalitäten noch banaler zu verpacken und dann in der digitalen Leere aus Prinzip abzulegen, das stärkt meinen Geist und meine Kreativität.

Und deswegen mache ich Euch also darauf aufmerksam, dass man hier schauen sollte…
Mein Kaugummi-Blog: EDIT: deaktiviert.

Es ist sozusagen meine Twitter-ähnlichen Kreide-Schultafel im eigenen Wohnzimmer, wo ich seit einiger Zeit schon heimlich immer wieder geschrieben hatte, aber kurzerhand für den regulären Start das Ganze gestern mal auf Null gestellt habe und nun „sauber“ beginne – praktisch täglich und immer wieder zwischendurch von unterwegs, weil das da besonders einfach geht.

Kaugummi-Blog deswegen, weil er so wie man einen Kaugummi isst geführt wird. Mal eben auspacken, in den Mund stopfen, kurz den Geschmack genießen, rum schieben mit der Zunge und dann wieder ins Eck ausspucken und vergessen.

Ich will mich einfach äußern, jederzeit was in die Wolke blasen und aber das Gefühl haben, rumsudern zu können, ohne aber, dass ich jemanden dabei ständig auf die Zehen steige und seinen Newsstream verseuche oder gar meine eigenen netten Inseln im Netz damit zumülle. Und Twitter bietet zuwenig Platz dafür. Es gibt auch übrigens keine Bilder, keine Schlagwörter oder sonstigen Firlefanz auf der Seite…

Also – im Kaugummi-Blog gibt’s mich regelmäßig und hier im ganz privaten Honigtropfen nur dann wenn ich glücklich, entspannt und zufrieden im Leben bin und von Hummeln, Tautropfen und Sehnsüchten schreiben möchte. Kommt natürlich vor, aber der graue Alltag hat hier echt nichts zu suchen.

Update: deaktiviert.


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