# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

Selbstverliebtheit zum Kotzen

Eigentlich ist es wirklich tragisch. Da bin ich die letzten Tage wieder über diese und jene privaten Blogs, Tagebücher, Weltschmerz und geschriebene Hoffnung da und dort gestoßen – und merke, wie sehr mich das Ganze abstößt. Der kleine Blog von der Susi da, der private Blog vom Karli dort, hier ein Lebensspruch und dort eine Lebensphilosophie… und es erscheint mir unangenehm „peinlich“ irgendwie.

Banal, platt, sinnlos und nicht nachgedacht wiederkäuend irgendwelche Phrasen in die weite Netzwelt werfend und in der Hoffnung, dass auch – hach – jeder sich damit selber entdecken kann und den wahren Weg des Lebens findet. Spätestens ab dem Moment muss ich gerade an den Vater auf der Mariahilferstraße denken, der mit weit ausgebreiteten Armen stehend mich nachdenklich anschaute, dann auf den Kinderwagen, dann wieder auf mich und in die Ferne… als ich vorbeistapfte, verstand ich ihn. Nicht nur er war von oben bis unten vollgekotzt, sondern auch der kleine Fratz im Wagerl. Nicht nur mit ein paar Tropfen, sondern literweise. Komplett durchtränkt.

Eine schweigende, stille Darbietung vollkommenden Elends. Und natürlich weder Taschentuch noch sonstwas in Sicht, geschweige denn von Ersatzkleidung und das Ganze auch noch bei dem kalten Wetter. Und man sah in den Augen des Vaters diese Fassungslosigkeit und Fragestellung, wie es jemals soweit kommen konnte.
(mehr …)

An sich glauben…

Momentan suche ich für das Forum einen alten Text aus einem meiner ganz alten Blogs von anno dazumal. Bis jetzt bin ich noch nicht fündig geworden, zu viele Textdateien haben sich bereits angesammelt und sie sind zu sehr verstreut auf unterschiedlichen Geräten, Festplatten und Co., aber darunter ist mir einer in die Hände gefallen, den ich vor einigen Jahren einmal zeitig in der Früh geschrieben habe und der mich wieder an mich selber erinnert. Nicht nur eben an meine eigenen Worte, sondern auch an das Wichtige im Alltag. Deswegen hier nochmals:

2011-01-30-Kindheit1

# Glücklich sein
„Ich habe letztens mit einem Gotchi über das „an sich glauben“ gesprochen. Ich denke, dieser Vorsatz – und der Versuch dessen – gehört zu den schwierigstens Aufgaben als Mensch überhaupt… gedanklich gesehen. Natürlich gibt es viele, die so etwas einfach im Blut haben, manche übertreiben es, andere machen sich mehr vor, als da ist – aber dennoch – der Grundsatz des „an sich glauben“ ist nicht nur wichtig, sondern führt auch zum inneren Glück. In meiner ganz privaten Welt. Und soweit ich das überhaupt so sagen und behaupten darf, denn auch ich selber muss immer wieder damit kämpfen und mir es wieder und wieder selber vorsagen.“
(mehr …)


Zurück zur Startseite