# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

Bergluft

Ich war schon seit Jahren nicht mehr auf der Hohen Wand und hatte es eigentlich auch nicht vor… nachdem ich aber schon am frühen Vormittag im Süden der Stadt war und das dortige Vorhaben recht unergiebig endete, bin ich dann einfach – für mich erstaunlich spät – in Richtung Sonne weitergefahren und nach ein paarmal zufällig und blind abbiegen und steilen Kurven schlussendlich am Plateau der Hohen Wand mehr oder weniger zufällig oben angelangt.

Nach ein paar Schritten vom obersten Parkplatz aus durch etwas Wald und am Abhang entlang, landet man schließlich bei einem der Startplätze für Paragleiter und Co. und beim „Skywalk“… eine stählerne Aussichtsplattform, wo man in luftiger Höhe auf Gitterrost stehend kletternden Mitmenschen von oben quasi bei ihrem Kampf zuschauen kann. Inklusive wunderbaren Weitblick – heute sogar bis auf den Neusiedlersee, wie auch eine ältere Pensionistin auf Wandertour ganz verzückt feststellte.

Leider habe ich natürlich bei der Auffahrt über die Bergstraße nicht daran gedacht, aber dafür bei der Abfahrt und die kleine Videokamera mal wieder vorne am Auto befestigt. So wie immer – das Video macht nur in voller HD-Auflösung Sinn. Besonders viel zu sehen gibt es aber nicht, es ist halt die Bergstraße hinunter in das Tal – aber für meine Großeltern, die ja hier mitlesen, sicherlich einen Blick wert… denn sie werden die Strecke vielleicht noch von früheren Ausflügen kennen (damals wahrscheinlich mit dem alten VW Käfer und viel kurbeln oder so). 🙂

Ich bin ja übrigens froh, dass ich an einem Tag dort war, wo kaum Verkehr war – wie das an dicht gedrängten Wandersonntagen so läuft, wenn sich ein Auto nach dem Anderen durch die engen Serpentinen-Kurven drängt, wo nur ein Fahrzeug jeweils Platz hat – inklusive Radfahrern und wilden Joggern – will ich nämlich gar nicht wissen.

Aber definitiv eine schöne Landschaft, die einen Ausflug wert ist – eine steile Abrisskante, die in flache Felder und Wiesen mit sanften Hügeln übergeht. Muss sicher auch sehr spektakulär und wunderschön sein, wenn das Tal an anderen Tagen unten mit Nebel bedeckt ist (der Tipp stammt von der alten Dame).

Das Mädchen, das beim ersten Bild im Sonnenschein am Felsvorsprung sitzt, kletterte übrigens erst wenige Minuten zuvor die komplette Felswand unter dem Skywalk empor und wirkte so entspannt anschließend, als wäre sie gerade mal vom Sofa aufgestanden und hätte ein paar Chips geholt.

Beneidenswert und „auch wollen“, aber dazu reicht leider weder meine Kondition noch meine nicht vorhandene Schwindelfreiheit, die sich inmitten einer senkrechten Felswand ganz sicher bemerkbar machen würde. Ähnlich wie die Schoko-Hunger-Attacke um 2:54 Uhr in der Nacht. Immer ungünstig in dem Moment dann. Und sich peinlicherweise mit dem Hubschrauber dann auch noch retten lassen… danke nein. Der Alltagsstresspegel ist auch schon so hoch genug.

Der Tag hat eher schlecht und ernüchternd begonnen, aber visuell schön geendet. Immerhin. Die Fotos sind übrigens auch drüben im Foto-Archiv zu finden.

Fahrt von der Hohen Wand in das Tal

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Nachtrag: die Geschwindigkeit im Video erscheint hier höher, als sie in der Realität ist – der Grund ist, dass die Kameralinse ein Weitwinkel-Objektiv ist und praktisch 180 Grad abdeckt… also einen kompletten Halbkreis, der dadurch natürlich enorm verzerrt ist. Das was im Video rechts und links ist, ist auch tatsächlich zu meiner rechten und linken Seite – untypisch normalerweise. Zudem ist die Kamera nur wenige Zentimeter über den Boden unter dem Kennzeichen montiert, was das Ganze nochmal „verstärkt“, wegen dem „flotten“ Asphalt. Das nicht abgedeckte Mikrofon und der laute Motor von dem alten Auto direkt hinter~über der Kamera verändern das Video akustisch noch mal zusätzlich. Man sieht das auch schön nach der Minute 11:30 Uhr, wo ich sogar einem Auto hinter mir kurz Platz mache, weil ich dem zu langsam war. 🙂

Wolkenschnitt

IMG_0028

Wieder nur Handy-Fotos von unterwegs… schöne und zugleich seltsame Stimmung, die zwischen Aufleuchten und Dunkelheit am Himmel pendelte. Leider hier nicht mal ansatzweise zu erkennen, aber die Wolken bestanden aus mehreren, ganz dünnen und sehr feinen, scharfkantig abgetrennten Schichten, die wie tektonische Platten sich ineinander und aufeinander verschoben, verzogen und verformten. Ein paar Minuten erinnerte der Himmel an ein Farbrelief, in das man mit einem Messer feine Linien gezogen hatte und dabei immer wieder neue Farbschichten versetzt auftrug.

Tja. Auch so kann ein banaler Werkstättentermin am Land im dichten, hektischen Morgen-Verkehr ausschauen. Staub, Dreck und Lärm… und ein gemalter Bob-Ross-Himmel, der kurz zuvor von dichten Nebelschwaden durchzogen und dabei immer wieder verschluckt wurde. Inklusive der LKWs und meiner selbst.

IMG_0031

IMG_0035

IMG_0029

IMG_0027

IMG_0017

IMG_0007

Kein Text

Herbstwein

Nur ein paar Bilder zwischendurch vom Handy aus… glücklicherweise ist der Akku der Kamera leer, deswegen bin ich davor geschützt, das wunderbare Herbstwetter hinter der Kameralinse zu verbringen und genieße stattdessen jede Minute dieser Stunden so gut es geht. So wie Haiko, der auch dabei ist.

Weinbergen in der Sonne

Die Fotos sind deswegen von recht geringer Qualität, aber was macht das schon… es zählt sowieso nur der gelebte Moment. Über der Landschaft liegt vom nahegelegenen Stiftsgut eine Geruchsmischung von Herbstlaub, Wald, Erde, Brathuhn, Semmelknödel mit Sauerkraut und leicht holzigen Rauch von einem Schornstein, das Ganze gemischt mit etwas Wind, klarer, kühler Luft und dem strahlend blauen Himmel, der jedes goldgelbe Blatt in der Herbstsonne nochmals extra zur Geltung und zum Leuchten bringt. Wunderschön!

Herbstsonne

Ausblick

Weinberge

Herbstidylle

Kreuzwanderweg

Herbstmond

Wanderung der Naturfreunde

Landschaft

Herbstlandschaft

Weinberg


Zurück zur Startseite