# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

Herbstflocken

Mmmhhh, ich hatte ja fast gar nicht mehr damit gerechnet, dass ich dieses Jahr noch in den Genuss von Herbstlaub, Sonne und Stimmung kommen und Ruhe finden werde. Ganz im Gegenteil, ich hatte das verspielte Herbstlaub schon beinahe gedanklich abgeschrieben, als ich mich gestern eher zufällig in der Früh Richtung Südwesten der Landschaft treiben ließ…

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…und wurde nach dem Durchbruch aus der Nebelwand völlig überraschend von wunderschönen Stimmungsbildern eingefangen. Strahlende Sonne, blauer Himmel, warme Luft. Das Ganze dann noch kombiniert mit einem kollektiven Ausflug durch Wald, Wiese und kleine Bergspitzen und der Herbsttag war perfekt.

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Ich verbinde solche Tage ja positiv mit meiner Kindheit – also den freien Tagen in der Herbstzeit, als die Schule damals noch kein grauer Sumpf war, Zukunft und Karriere kein Thema spielten, man eigentlich nur wenige Alltagssorgen in dem Moment des Lebens an sich hatte, Geld nicht greifbar war und man mit Freunden stattdessen Kastanien sammelte und auf Bäume kletterte und wusste, dass es einfach ein freier Tag im Leben ist und man muss sich für Nichts rechtfertigen, ein schlechtes Gewissen haben oder Sorgen wälzen. Bewusstes Leben.

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Es waren ein paar wenige, aber gute Momente im jungen, viel zu schnell vergänglichen Leben… und das bunte Herbstlaub in der Sonne und die Gerüche erinnern mich eben daran. Ich genieße das, weil es einem ein wenig zurückführt gedanklich und das Verständnis von den Dingen, die wichtig sind im Leben, oftmals schnell relativiert und neu ordnet. Das tut mir gut.

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Der Tag endete am späten Nachmittag noch im Schlosspark in Schönbrunn und schließlich für mich dann im „neuen“ Bett (ich habe es umgestellt), wo ich zum ersten Mal nun richtig fest geschlafen habe und sogar etwas Erholung gerade spüre.

Es braucht mehr dieser Tage im Alltag, auch wenn ich für jede einzelne Minute sowieso schon sehr dankbar, demütig und auch irgendwie berührt bin.

Schlamm, Wiesen, Feiern

Weil ich selber meine Geburtstage nicht so sehr feiere, aber die von Anderen hingegen schon, darf ich die Aufmerksamkeit auf einen Beitrag lenken, der Jemanden krönt, den ich auch schon seit einigen Jahren – manchmal fast live – sozusagen begleiten darf.

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Und auch wenn dieses Fellwesen jetzt nicht in meinem Alltag physisch ständig präsent und das eine oder andere Ausflügeln leider auch viel zu selten ist, hat es sich durch die moderne Zeit dennoch so gefestigt, dass er da irgendwie ein kleiner, aber doch beständiger, kollektiver Teil meines Lebens wurde – mitsamt seiner Königin. Mit allen Facetten, Herausforderungen und immer wieder spannenden Begebenheiten, Erlebnissen und Situationen, die nicht mal die schönsten Kinderbücher so zeichnen und erzählen könnten.

Im Schlamm versinken, im Nebel stapfen und auf der sonnigen Wiese wälzen… das sind die heiligen Grale des Glücks, die wir Menschen ständig unablässig suchen, dabei von Grund auf vor der Nase haben und dennoch nur zu selten begreifen. Die lebt er schon lange Tag für Tag erneut aus – und all das mit einer Kraft, die immer wieder beeindruckend und beneidenswert ist. Für den König ist das Leben einfach ein Keks, bei dem man jeden Bissen genießt und zugleich nie davon genug bekommen kann.

Alles Gute wuschlige Fellkugel – und auf ein weiteres, gekröntes Jahr, das Du verlässlich genauso finden, entdecken, auskosten und erforschen wirst, wie den verlorenen Handschuh am Waldweg… den man mit diesem Vierbeiner nämlich gar nicht mal verlieren kann. Ein beruhigendes Gefühl.

Zum Manifest, geschrieben von seiner Königin:
DER KÖNIG UND SEINE KRONE


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