# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

Herzschlag

Zwei Uhr in der Früh. Schaben an der Türe. Komm, geh doch schlafen! Leg Dich her… Drei Uhr in der Früh. Kratzen an der Türe. Jetzt komm doch wieder her… es ist noch mitten in der Nacht! Wo ist das Problem? Vier Uhr. Sprung, Dunkelheit, Schmerz, Krallen, Sprung. Magst Dich nicht herlegen, mh? Fünf Uhr.

Entnervt die Türe aufreißen, raus mit Euch. Türe zumachen, weiterschlafen. Ein Krachen, ein Herzschlag, ein Schaben von Krallen am Fliesenboden, das Wetzen von durchdrehenden Reifen Pfoten, Sprünge und Rufe des Glücks.

Entgeistert im blendenden Glühbirnenlicht und mit schmalen Augen auf ein Massaker blicken. Zwei Topfpflanzen im Badezimmer. Abgeräumt, umgeworfen, verschleppt, verteilt. Die Masse des Inhaltes verdreifacht. Staub, Erde, Wurzeln, Blätter überall. Glückliche Katze. Frust, weg mit Euch! Was soll das? Noch mehr Glücksaugen. Langsame Erkenntnis von einem Problem mit mir. Geduckter Schleichgang unters Sofa. Trotzdem Glück.

Still dastehend, seufzen, die Augenringe im Spiegel betrachten, sich unglaublich müde und tot fühlend Erde von der Fußsohle streifen. Aufkehren, aufbauen, umsetzen. Keuchen, schwitzen. Trinken.
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Dann gehe ich halt…

…zu Amazon oder dergleichen. Ich bin mal wieder verärgert. Nachdem ich ja letztens so ein kleines Boot aus Holz und eines aus Gips gebastelt habe, dachte ich mir, es wäre doch mal nett, so ein Ding auch selber zu gießen. Kein großes Abenteuer, diverse Bastler, Modellbaufreaks und Co. machen das mit ihren Teilen schon lange, ebenso Nerds im Elektronik-Bastler-Bereich.

Dazu verwendet man Gießharz (Epoxidharz und Co.), dass man in eine Form gießt und aushärten lässt. Das Ergebnis ist dann eben Plastik-ähnlich und lässt sich nachträglich bearbeiten und anmalen. Für die Form gibt es ebenfalls Silikonmassen, mit denen man die auszugießende Form abnimmt bzw. erstellt. Eigentlich also keine Herausforderung… wenn, ja wenn da nicht das heimische Geschäftsmodell wäre.

Da wird an allen Ecken und Enden gejammert, dass der Online-Handel den kleinen Händler ruiniert, die großen Einkaufshäuser streifen am Konkurs und die Zentren sind leer und sperren der Reihe nach zu. Das böse Internet entzieht den Boden, die Substanz und ruiniert das eigene Land.

Ja. Geht ja auch nicht anders. Da bin ich nämlich zu einem Bauhaus gestapft, wollte dort Epoxidharz und Silikonkautschuk kaufen, dass sie laut Online-Informationen auch da und dort führen… und stelle fest: der Weg war umsonst. „Des hob ma net, müssens woanders schaun.“
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Besen-Boot

Nachdem das letzte Räucherstäbchen-Boot hier zwar nett war, aber irgendwie noch nicht ganz dem entspricht, was eigentlich so in meinem Kopf schwirrt, habe ich heute einen weiteren Versuch unternommen. Wir nehmen wieder etwas Material, schleifen es ein wenig zurecht, malen mit viel zu zittrigen Händen das Ding an…

Mini-Modellboot

…und kleben mit noch zittrigeren Fingern Besenplastik-Stiele an Deck fest, ein kleines Taschentuch muss als Fischernetz herhalten und Farbe dient als Klebstoff. Nicht perfekt, aber für den ersten Versuch in meinem Leben, denke ich, dass es schon ok ist. Nur allzu stark Seufzen und Fluchen darf man nicht, denn sonst weht es das Ding quer über den ganzen Tisch… ähm, ja.
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Das rudimentäre Leben

Es gibt ja im Netz heutzutage eher wenige Seiten, die wirklich noch so richtig böse, gemein und hässlich sind. Also diese Ursuppe an Webseiten, die manche jungen User nicht mal mehr vom Prinzip verstehen und kapieren, was da eigentlich abgeht – und die unbedarften Usern auch Angst machen können, weil man dort ungefiltert alles sieht und entdecken kann, was man eben sonst nicht sehen und entdecken darf. 4chan gehört da sicherlich mit einem Clan an anderen Webseiten dazu, quasi ein Urgestein in der Online-Szene und für jeden Freak Ressource für Spaß, Frust, Aggression und Würg.

Ebenso ein Tummelplatz mit anderen Tiefen des Netzes für die Anonymous-Bewegung, Möchtegern-Hacker und Cracker, illegaler Handel und harmlose Comics von der Festplatte. Also man findet dort alles und Nettigkeiten gibt es dort aus Prinzip nicht -jeder kann sich dort einen Reißzweck in den Fuß eintreten… man kann die Seite hassen, aber auch für die absolute Freiheit lieben. Zudem gehören solche Seiten noch immer zu den größten Communities im weltweiten Netz… und für mich ist sie ein fester Bestandteil meiner Online-Ära von fast Anfang an. Aber auch da und dort ändern sich die Dinge.
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Räucherstäbchen-Boot

Mal wieder eine kleine Bastelei am Abend… die Frage ist, was kann man um null Euro aus einem kleinen Holzrest, zwei Räucherstäbchen, einem Feuchttuch, etwas Kork und Schnur so machen? Richtig, ganz kindlich und naiv… ein Boot! Das Resultat schaut dann zwar „basteliger“ aus, als es am Anfang noch wirkte, aber egal… jetzt steht es da am Tisch rum, fängt die nächsten Jahre Staub und ich freue mich trotzdem.

Boot

Ursprünglich war etwas ganz Anderes geplant, aber das Vorhaben liegt mal aus Mangel an passendem Werkzeug und Zeit und Nerven weiterhin in der Schublade. Somit blieb es nicht bei etwas Großem (folgt aber zukünftig vielleicht noch), sondern bei so einem Ding, wo man dann mit zittrigen, verklebten Fingern einem Zwirn einen Knoten aufzwingt, der dann schlussendlich doch irgendwie verloren geht und alles Andere unlösbar mit dem Finger verbunden ist… ein Miniboot.
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