# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

Zeitraffer ~ Hohe Wand

Nacht auf der hohe Wand

Ich hatte ja angekündigt, dass es einen zweiten Teil der Hohen Wand geben wird und dieses Mal auch tatsächlich mit einer Zeitraffer-Aufnahme… und ratet mal? Richtig, der Erste und der Dritte von drei Teilen ist jeweils komplett verhaut, weil ich versehentlich den Nachtmodus bei den Bildeinstellungen aktiviert hatte und dadurch die Fotos natürlich völlig überbelichtet sind und zwar so weit, dass sie nicht einmal irgendwie zu verwenden sind. Ich war wohl zu müde, um genauer hinzuschauen. Pech.

Nacht auf der Hohen Wand

Deswegen gibt es von dem familiären Tag im bergigen Kollektiv, ebenfalls wieder nur ein paar Schnappschüsse und immerhin ein genau 7 Sekunden langes Video… prompt und exakt genau vom Sonnenaufgang. Ein äußerst kurzes, visuelles Vergnügen, aber zumindest wurde der festgehalten. Wenigstens!

Sonnenaufgang Hohe Wand

Das Wetter war übrigens erstaunlich klar und besser als beim vorherigen Versuch – obwohl eigentlich Nebel und dergleichen ansonsten durch die Landschaft zogen… aber auf den 1000+ Meter betrachtet man diesen Frust nur von oben und freut sich nach wenig Schlaf, dunklem Autobahn-Nebel und kaltem Wind um sechs Uhr in der Früh über warme, sonnige, völlig klare Bergluft ein~zwei Stunden später. Sozusagen ein Bilderbuchwetter und damit unglaubliches Glück, es genau an dem einen, im Vorfeld ausgewählten, Tag auch tatsächlich so zu erhaschen. Kommt im sonst üblichen Alltag eher selten vor.

Sonnenaufgang Hohe Wand

Sonnenaufgang Hohe Wand

Sonnenaufgang Hohe Wand

Sonnenaufgang Hohe Wand

Hohe Wand Sonnenaufgang

Zeitraffer Hohe Wand (kurz)

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Ich selber...

Fotograf Hohe Wand

Ausblick Hohe Wand

Ausblick Hohe Wand

Sonnenaufgang ~ Hohe Wand

Gestern in der Nacht hatte ich beschlossen, dass es mal wieder Zeit ist, aus den bestehenden Lebensmustern auszubrechen, das Statische zu beenden und aktiv zu werden – und bin somit heute morgen dann mit Elan über die dunkle Autobahn Richtung Hohe Wand gekurvt. Kurz nach sechs Uhr parkte ich mich dann bereits beim Parkplatz des „Skywalks“ ein, stolperte durch das dunkle Waldstück nach vor, wunderte mich kurz über rollende Steine neben mir und stand wenige Minuten später bereits den ersten, zarten Sonnenstrahlen am Horizont gegenüber.

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Natürlich wollte ich eigentlich eine Zeitraffer-Aufnahme machen… Wie ich allerdings drei Stunden später feststellen durfte, war der Akku nicht ganz aufgeladen und somit nur ein Teil des Sonnenaufganges aufgenommen. Aber es wird noch besser… mit kalten Fingern im Auto anschließend die Aufnahmen kurz angeschaut und man muss sagen, dass man wirklich oft an seinem Verstand zweifeln sollte. Denn ich habe natürlich versehentlich die Speicherkarte… formatiert… das muss man mal schaffen! Deswegen gibt es hier nur einige Schnappschüsse.

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Die rollenden Steine entpuppten sich übrigens bei Tageslicht wenig später als eine Gruppe von Steinböcke, durch die ich durchgelaufen bin und die dort bei der Felskletterwand in dem Moment den Aufstieg genommen hatten – und am Felsen gegenüber ebenso wie ich entspannt die ersten Sonnenstrahlen tankten. Leider gibt es davon nur eine verschwommene Aufnahme, denn ich besitze kein richtiges Zoom-Objektiv – aber immer waren wir im Kollektiv und ich nicht ganz alleine.

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Aber Kamera hin oder her… auf so einem kleinen Berg alleine sitzen, eine steil abfallende Felswand vor den Füßen, in das Morgenlicht schauen, die warmen Strahlen spüren, kleinen, sich bewegenden Lichtern in der Ferne und Talboden zuschauen, wie sie ihre Bahnen ziehen und die verschwindenden Lichter der Dörfer in der Umgebung, die frische Morgenluft, die sich als eine Mischung von Tannen und Erde in der Nase festsetzt und vor allem die Stille… außer ein paar Singvögeln und ein paar Dohlen war nicht viel zu hören, hin und wieder ein rollender Stein oder die Hufe von den Steinböcken auf den Felsen, aber sonst…. ja, das tut schon gut.

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Nachdem die Sonne dann schon weiter oben war und hinter einem Wolkenband verschwand, bin ich dann noch ein Stück weiter hinauf durch den Wald zur „Kleinen Kanzel“ gefahren, wo ich noch einen kurzen Blick auf den sonnigen Schneeberg werfen konnte.

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In Summe hat es sich mental definitiv ausgezahlt, technisch hingegen sollte man sich ein wenig besser vorbereiten bzw. auch wärmer Anziehen. Handschuhe zum Beispiel sind sicherlich empfehlenswert. Hust!

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Sobald es eine klare Nacht an einem Wochenende gibt, werde ich den Ausflug hoffentlich nochmal wagen können, dann aber noch früher und vielleicht dabei auch ein paar Sternen-Fotos auf die Speicherkarte bannen… die kleinen Jungs in ihrem VW-Bus rollten übrigens auch mal wieder vorbei.

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Weihnachtszeit

Ich muss ja ehrlich gestehen, dass ich keinerlei Weihnachtsgefühle hege – zumindest zur Zeit – und dieses nahe Ereignis momentan relativ spurlos an mir vorbei zieht. Aber das liegt sicherlich auch an der Umgebung, die ebenso wenig Wert auf diese Kultur legt und die Supermärkte rundherum haben dieses Metier sowieso schon seit Monaten abgedeckt und damit auch den Reiz genommen.

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Umso überraschter und dann auch sehr erfreut und berührt war ich dann doch, als ich vor wenigen Tagen von einem schmunzelnden Post-Angestellten an der Wohnungstüre ein schweres Paket in die Hand gedrückt bekam. Frisch aus der Schweiz. Darauf nicht nur ein lachendes Foto, sondern sogar der groß geschriebene Absender „Christkind“.

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Ein paar Katzenhaare und etwas Knüpferei später war es dann auch soweit… an der Wand thront nun ein schöner, klassischer Weihnachtskalender und erinnert dabei ein wenig an die verlorene Kindheit, als man noch solche Stoffsäckchen aufhängte, den Weihnachtsschmuck selber bastelte und die Christbaumkugeln manchmal sogar auch selber bemalte und die Wohnung nach echter Tanne und Bienenwachs duftete. Oder so.

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Auch die Felltiger waren und sind sehr angetan von dem Geschenk, deswegen hängt das schwere Teil nun mit Kabel fixiert (die Wollschnur war zu schwach) in mehr als zwei Meter Höhe und ist damit vor Krallen sicher auch nur mit einem Sessel und etwas Balance-Gefühl zu erreichen – das macht es aber tagtäglich nun reizvoll, denn man fühlt sich glatt wie der kleine Junge, der versucht die versteckten Geschenke oben vom Kasten mit dem verzweifelt ausgestreckten Arm zu erreichen.

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Übrigens stehen nun bereits zwei Holzkatzen als deutlich einfachere Haustiere am Fensterbrett, gestern gab es Vitamin-Tee und heute das gesunde Pendant dazu in Form von Schoko-Kakao von den Eidgenossen. So gehört sich die Weihnachtszeit… danke Nico! Da empfehle ich dazu damit passend auch gleich ein wenig Schweizer Bergluft. 🙂

Bergluft

Ich war schon seit Jahren nicht mehr auf der Hohen Wand und hatte es eigentlich auch nicht vor… nachdem ich aber schon am frühen Vormittag im Süden der Stadt war und das dortige Vorhaben recht unergiebig endete, bin ich dann einfach – für mich erstaunlich spät – in Richtung Sonne weitergefahren und nach ein paarmal zufällig und blind abbiegen und steilen Kurven schlussendlich am Plateau der Hohen Wand mehr oder weniger zufällig oben angelangt.

Nach ein paar Schritten vom obersten Parkplatz aus durch etwas Wald und am Abhang entlang, landet man schließlich bei einem der Startplätze für Paragleiter und Co. und beim „Skywalk“… eine stählerne Aussichtsplattform, wo man in luftiger Höhe auf Gitterrost stehend kletternden Mitmenschen von oben quasi bei ihrem Kampf zuschauen kann. Inklusive wunderbaren Weitblick – heute sogar bis auf den Neusiedlersee, wie auch eine ältere Pensionistin auf Wandertour ganz verzückt feststellte.

Leider habe ich natürlich bei der Auffahrt über die Bergstraße nicht daran gedacht, aber dafür bei der Abfahrt und die kleine Videokamera mal wieder vorne am Auto befestigt. So wie immer – das Video macht nur in voller HD-Auflösung Sinn. Besonders viel zu sehen gibt es aber nicht, es ist halt die Bergstraße hinunter in das Tal – aber für meine Großeltern, die ja hier mitlesen, sicherlich einen Blick wert… denn sie werden die Strecke vielleicht noch von früheren Ausflügen kennen (damals wahrscheinlich mit dem alten VW Käfer und viel kurbeln oder so). 🙂

Ich bin ja übrigens froh, dass ich an einem Tag dort war, wo kaum Verkehr war – wie das an dicht gedrängten Wandersonntagen so läuft, wenn sich ein Auto nach dem Anderen durch die engen Serpentinen-Kurven drängt, wo nur ein Fahrzeug jeweils Platz hat – inklusive Radfahrern und wilden Joggern – will ich nämlich gar nicht wissen.

Aber definitiv eine schöne Landschaft, die einen Ausflug wert ist – eine steile Abrisskante, die in flache Felder und Wiesen mit sanften Hügeln übergeht. Muss sicher auch sehr spektakulär und wunderschön sein, wenn das Tal an anderen Tagen unten mit Nebel bedeckt ist (der Tipp stammt von der alten Dame).

Das Mädchen, das beim ersten Bild im Sonnenschein am Felsvorsprung sitzt, kletterte übrigens erst wenige Minuten zuvor die komplette Felswand unter dem Skywalk empor und wirkte so entspannt anschließend, als wäre sie gerade mal vom Sofa aufgestanden und hätte ein paar Chips geholt.

Beneidenswert und „auch wollen“, aber dazu reicht leider weder meine Kondition noch meine nicht vorhandene Schwindelfreiheit, die sich inmitten einer senkrechten Felswand ganz sicher bemerkbar machen würde. Ähnlich wie die Schoko-Hunger-Attacke um 2:54 Uhr in der Nacht. Immer ungünstig in dem Moment dann. Und sich peinlicherweise mit dem Hubschrauber dann auch noch retten lassen… danke nein. Der Alltagsstresspegel ist auch schon so hoch genug.

Der Tag hat eher schlecht und ernüchternd begonnen, aber visuell schön geendet. Immerhin. Die Fotos sind übrigens auch drüben im Foto-Archiv zu finden.

Fahrt von der Hohen Wand in das Tal

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Nachtrag: die Geschwindigkeit im Video erscheint hier höher, als sie in der Realität ist – der Grund ist, dass die Kameralinse ein Weitwinkel-Objektiv ist und praktisch 180 Grad abdeckt… also einen kompletten Halbkreis, der dadurch natürlich enorm verzerrt ist. Das was im Video rechts und links ist, ist auch tatsächlich zu meiner rechten und linken Seite – untypisch normalerweise. Zudem ist die Kamera nur wenige Zentimeter über den Boden unter dem Kennzeichen montiert, was das Ganze nochmal „verstärkt“, wegen dem „flotten“ Asphalt. Das nicht abgedeckte Mikrofon und der laute Motor von dem alten Auto direkt hinter~über der Kamera verändern das Video akustisch noch mal zusätzlich. Man sieht das auch schön nach der Minute 11:30 Uhr, wo ich sogar einem Auto hinter mir kurz Platz mache, weil ich dem zu langsam war. 🙂

Wolkenschnitt

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Wieder nur Handy-Fotos von unterwegs… schöne und zugleich seltsame Stimmung, die zwischen Aufleuchten und Dunkelheit am Himmel pendelte. Leider hier nicht mal ansatzweise zu erkennen, aber die Wolken bestanden aus mehreren, ganz dünnen und sehr feinen, scharfkantig abgetrennten Schichten, die wie tektonische Platten sich ineinander und aufeinander verschoben, verzogen und verformten. Ein paar Minuten erinnerte der Himmel an ein Farbrelief, in das man mit einem Messer feine Linien gezogen hatte und dabei immer wieder neue Farbschichten versetzt auftrug.

Tja. Auch so kann ein banaler Werkstättentermin am Land im dichten, hektischen Morgen-Verkehr ausschauen. Staub, Dreck und Lärm… und ein gemalter Bob-Ross-Himmel, der kurz zuvor von dichten Nebelschwaden durchzogen und dabei immer wieder verschluckt wurde. Inklusive der LKWs und meiner selbst.

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