# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

SNAFU

Den Begriff habe ich drüben bei, nennen wir ihn einfach mal so, Oliver zum ersten Mal überhaupt gelesen und damit entdeckt. Altgedienten Semstern unter Euch wird er eher von Begriff sein, mir selber natürlich mal wieder, wie gesagt, nicht, aber auch gut – es fehlt da ja auch generell und bewusst ein gewisser Geist für solche soziologischen Begrifflichkeiten meinerseits in dieser weiten Welt der sprachlichen Vernetzung.

In der Romantrilogie Illuminatus! von Robert Shea und Robert Anton Wilson spielt das sogenannte SNAFU-Prinzip eine zentrale Rolle, welches besagt, dass innerhalb von Hierarchien Vorgesetzte und Untergebene einander wichtige Informationen gezielt vorenthalten, wodurch dann früher oder später ein totales Chaos entsteht. Die Absicht der Vorgesetzten ist es dabei, einen Informationsvorsprung vor ihren Untergebenen zu behalten, während die Untergebenen, um Schwierigkeiten zu vermeiden, ihre eigenen Fehler und teilweise auch ihre Inkompetenz verschleiern wollen.

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Grenzenlos

Müde. Das muss ich schon mal wieder zur Abwechslung in den Raum werfen, dass so eine Radtour am Morgen doch ziemlich schlaucht und einem ganz schön aussaugt. Speziell bei der Menge an Gegenwind, die nur erträglich ist, wenn man sich heimlich hinter einem Anderen festkrallt und in zwei Zentimeter Abstand an seinem Reifenprofil klebt, um wirklich jeden Widerstand in jeglicher Form zu minimieren. Jede Kurbeldrehung ist da ein Kampf. Geduckt, lauernd und schweißgebadet – so also das Bild in der morgendlichen Dämmerung meinerseits und die Augenringe werden dadurch auch nicht gerade kleiner.

Auch sonst ist es nicht so leicht, sich den klassischen Alltagshürden zu stellen, speziell wenn man nur mehr mit der halben Geschwindigkeit mobil surfen kann, weil das dumme Smartphone plötzlich keine Ahnung mehr hat, wie man mit 3G und dergleichen umgeht. Auch gut – ist wenigstens jetzt ein wenig Retro-Feeling und man minimiert seinen Surfkonsum immer weiter. Luxusprobleme der verwöhnten Generation. Stört also nicht wirklich… gibt ja auch sonst viel zu entdecken da draußen in der weiten Welt – angeblich.

So zum Beispiel Texte über das böse „Internet“, falsche, verschworene und formende Medien und das alt-neue Netzthema Feminismus, das sich auch offline momentan überall verteilt, dabei recht bunt und schön kontrovers diskutiert wird. Nett zu lesen und immer wieder spannend, welche einfachen Sätze mal eben ganze Sozialstrukturen aufbrechen können – und anschließend zu gegenseitigem Hass und Ablehnung führen, dabei sich aber wiederum selber in ihren eigenen Vorwürfen bestätigen.
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Fliegendes Herbstlaub

Nachdem ich letztens die Kamera am Fahrrad befestigt hatte, dachte ich mir gestern Nachmittag, dass dieses Mal zur Abwechslung eine Autofahrt angebracht wäre… und habe das Teil mal eben einfach unten an der Stoßstange befestigt. Leider waren die Lichtverhältnisse allerdings doch nicht so wie gedacht und damit ist die HD-Qualität durch Youtube, die dortige Konvertierung und die schnellen Bewegungen doch eher mau, pixelig und damit verloren gegangen*.
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Tragbare Mattscheibe

Zur Zeit fehlt mir der Flow, um mich hier digital getippt breit zu machen… stattdessen habe ich mich die letzten Tage immer wieder mal geärgert, dass ich im Schlafzimmer keinen Fernseher habe. Eigentlich ja aus Prinzip, denn ich finde: entweder man schläft oder man schaut eben einen Blödsinn in der Flimmerkiste. Und man schläft dann doch auch ruhiger. Beides zusammen ist irgendwie „nix“.

Auf der anderen Seite tut es manchmal doch auch etwas gut, den Kopf abzuschalten und vielleicht auch einen guten Film oder eine Doku (die es eh nur noch selten spielt) zu genießen und den Abend ausklingen zu lassen. Was hatte ich schon Ideen im Kopf… drahtlos via Computer, Router und Co. das Signal zu übertragen, gleich generell per Funk und Co., aber auch ein langes Kabel hinüber zulegen, um irgendwie in den Genuss der digitalen Kanäle auch im anderen Zimmer zu kommen. Typisches Bastlerherz, das man aber besser nicht ranlassen sollte.
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Spurensuche in Polen & Ukraine – der dritte Anlauf

Ich versuche es nochmals… *alten Beitrag aus der Versenkung schieb*: Aus irgendeinem Grund bin ich wieder über die alten Glasplatten mit den Negativen alter Vorkriegsfotos von einem Flohmarkt gestoßen. Nach wie vor bin ich neugierig, wer diese Menschen sind, was sie dort gemacht haben, leben Nachfahren bzw. das Kind noch, was ist der Hintergrund der Aufnahmen? Ich hatte schon mal vor langer Zeit darüber geschrieben, aber irgendwie ist das Ganze dann versandet.

Fotoplatten Polen Lemberg
Wer ist dieses Mädchen? Kim jest ta dziewczyna? кто эта девушка? Care este fata asta?

Die wenigen Anhaltspunkte der digitalisierten Sammlung (wszystkie zdjęcia / все фотографии / toate fotografiile) von alten Glasplatten-Negativ-Fotos aus einem Flohmarktfundus, die mein Vater mal vor langer Zeit gekauft hatte, weisen auf Polen und die Ukraine hin, genauer gesagt auf Lemberg (Lwiw/Lwow/Lwów/Лемберг) und dessen Umgebung. Der Fußballklub Czarni und der Kleidungsstil lässt weiters eine Zuordnung auf die Zeit rund um 1910-1940 zu.

Fotoplatten

Glasplatten in der Fotografie waren rund um das Jahr 1920 recht verbreitet noch, wurden aber dann ab 1930 zunehmend und recht schnell von den ersten 35mm-Kleinbild-Filmen ersetzt, was natürlich nicht nur Gewichtsmäßig die Fotografie damals erneut revolutionierte. Soviel also zur Einschätzung des Alters der Fotos.
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