# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

Artgerecht – nein. Trotzdem.

Selten gebe ich meine Meinung direkt in den sozialen Netzwerken ab, aber in letzter Zeit reizt es mich wieder. Etwas Alltagsfrust und das graue Wetter tut da sein übriges dazu… und so bin ich mal wieder über die Frage gestolpert, ob den Zoos artgerecht sind oder nicht? Und jedes Mal muss ich mir dabei an den Kopf greifen… das ist schließlich die falsche Frage!?

Sind sie auch nicht.
Meine persönliche Meinung: Nein, Zoos sind nicht artgerecht und sie werden es nie sein und vor allem: sie können es auch nicht sein. Nur um das geht es ja auch nicht… man kann auch kaum die Haustiere des Alltags wirklich artgerecht halten, egal ob Katze, Hund, Meerschweinchen oder Guppy. Alle Formen der Haltung sind nur eine Annäherung und während Haustiere zugegeben vor allem eine psychologische Ursache beinhalten – in Form von Gesellschaft, Bekämpfung von Einsamkeit, aber auch dem Wunsch nach Verantwortung und Fürsorge sowie Interesse an anderen biologischen Rassen und der Kommunikation mit ihnen – ist das eigentlich (moderne) Ziel von Zoos nicht mehr die Schaustellung wie in der alten Zeit, sondern der Erhalt der Art. Wenn es richtig gemacht wird.
(mehr …)

Digitaler Winterputz

Ich habe lange damit gehadert, aber schlussendlich möchte ich wieder mehr auf einen Nenner kommen und mich verstärkt fokussieren. Auf mich, meine Fähigkeiten und meine Ziele im Leben. Mehr denn je und weniger ist dabei auch mehr. Dazu gehört aber auch, dass man sich von alten Dingen trennen muss und sollte – sie mögen zwar wichtig sein, runden vielleicht alles ein wenig ab, auf der anderen Seite benötigen sie aber auch Zeit und Pflege. Und eine Vielfalt an Enthusiasmus um aktiv zu leben und sich zu entwickeln.

Drei, nein, eigentlich vier Jahre lang habe ich viel Zeit und Herzblut in das schon damals fast sterbende Blosxom investiert und sie selber fast zehn Jahre lang immer wieder eingesetzt – eine kleine Blog-Engine (so ein Ding, um so einen Blog wie diesen hier zu realisieren), die von einer kleinen, aber damalig regen Community mit dem OpenSource-Gedanken im Hinterkopf gepflegt und ausgebaut wurde – und praktisch die Erste ihrer Art in der digitalen Netzwelt war. Leider verstarb einer der Bastler, der das Projekt mit vielen Plugins bereicherte, auch noch zusätzlich vor einigen Jahren und der restliche Kern der Gruppe versank ein wenig in der „Never change a running system“-Mentalität und es geschah… nichts mehr. Der Hauptentwickler und „Erfinder“ hatte ebenso das Projekt losgelassen.
(mehr …)

Bloggen und die Gespaltenheit

Es ist still hier, aber zugleich auch nicht – denn wenn immer hier nichts getippt wird, schreibe ich dennoch sozusagen im Hintergrund. Auch wenn das eigentlich keiner wirklich weiß. Immer wieder und immer wieder… was ich mit den Texten so mache, weiß ich aber dann auch nicht genau. Viele von ihnen landen irgendwo auf der Festplatte und fühlen sich dort wohl, anderer Texte landen nach Lust und Laune von Zeit zu Zeit in Blogs, die ich mal kurz installiere und zugleich ein paar Tage später wieder abdrehe. Glücklich macht das aber nicht.

Nur es ist wirklich schwer, all die Dinge, die einem so auf der Zunge liegen, in getippten Wörtern festzuhalten und sie damit zu definieren – und zugleich aber auch ohne dabei die Büchse der Pandora zu öffnen. Und damit meine ich nicht irgendwelche, drastische Dinge, sondern ganz banale Sachen wie eine Geschichte vom Einkaufen, ein Erlebnis in einem Online-Forum oder auch der graue und zugleich abwechslungsreiche Alltag im Leben – alles Begebenheiten, die man deswegen nur so schwer konzentriert in einem Blog unterbringen kann, weil man seine Privatsphäre damit selber auf das radikalste verletzen würde… einen deutlich zu tiefen Einblick bieten und auch damit Assoziationen wecken würde, die man so nicht haben möchte.

Zudem läuft man ja doch fast jedem Gegenüber zweimal im Leben über den Weg, wie man so schön sagt, insofern ist es in dem digitalen Zeitalter der Unvergesslichkeit schwierig, auf Dinge Bezug zu nehmen, die vielleicht in ein paar Jahren dann in eine falsche Richtung laufen können.
(mehr …)

Handgemachtes…

Ich bin ja selber eigentlich ein Bastler und mag es, aus Holz und anderen Dingen irgendwelche Kleinigkeiten immer wieder mal entstehen zu lassen. Allerdings bin ich eher da der funktionale Typ und da kommt dann halt eine Halterung für das Tablet raus oder ein Griff für ein Taschenmesser oder gar auch nur eine Unterlagsscheibe für eine heiße Teetasse. Aber sich jetzt hinsetzen und mal eben da richtig Malen, Zeichnen und Formen – das schaffe ich weniger, weil mir dazu auch irgendwie (zumindest zur Zeit) die richtige Ruhe und Muse dazu fehlt.

Aber dafür mache ich deshalb mal ganz dezent und unauffällig einen kleinen Hinweis, falls jemand Etwas mit Liebe und Handgemachtes sucht, denn die kreative Köpfin hinter dem Blog FrischeZitronen (gute Texte, gut zum lesen, gut zum denken, folge ich schon lange) formt nicht nur Kunst aus Wörtern, sondern auch kleine Tonanhänger. Ganz ohne Kommerz und Hintergedanken, als Ausdruck und Freude an der Sache – aber immerhin hat sie sich nun ein wenig vorgewagt und auch mal ein paar der kleinen Stücke online gestellt… zum anschauen, aber auch bei Bedarf zum haben.
(mehr …)

Bitterer Schwede

Da kaut man munter und losgelöst von der hiesigen Welt auf Rosmarin-Chips herum, die in ihrer Verpackung auch nur in einem Land zu kaufen sind, das sonst kaum andere Probleme haben kann bei soviel Wohlfühl-Luxus, und ramme mir aber am Höhepunkt des geschmacklichen Genusses ein dreieckiges Chips-Stück wunderbar tief in den Gaumen. Eh klar und auch ein Klassiker… man muss nicht weiter damit gedanklich hadern.

Schwedenbitter

Das Ganze aber auch noch kombiniert mit einem etwas sauren Orangensaft anschließend und einer kleinen Schwellung an der Wange, ausgelöst durch eine Tischkante und einer Katze, die mir in diesem einen, speziellen Moment zufällig ihr Leben ausschweifend zwischen die Füße warf und mein Gleichgewicht ins Wanken brachte, führte dann doch zu einer gewissen Reizung in der Mundhöhle. Also gut, man muss (seufz) schon wieder etwas tun. Das Leben ist ein Dschungel an Überlebenskämpfen. Mundspülung mit irgendwelchen chemischen Lösungen und dergleichen – Resultat: aua.
(mehr …)


Zurück zur Startseite