# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

Der luftleere Raum

Uff, schwierige Zeiten. Ehrlich gesagt. Normalerweise bin ich eher der ruhige, stille Mensch, der da so für sich seine eigenen Bahnen im Leben zieht und ohne allzu große Berührungen durch das Universum der Menschheit gleitet. Das ist zwar manchmal etwas sehr ruhig, zu ruhig, aber auf der anderen Seite trägt diese Spur im Raum auch eine gewisse Konstante in sich, auf die man sich einfach verlassen und mit ihr kalkulieren kann… und man lernt eben damit umzugehen und die Möglichkeiten des vorhandenen Seins gut auszunützen.

Dieses Jahr ist irgendwie aber alles anders gelaufen – und so finde ich mich plötzlich seit Monaten inmitten von anderen Planeten, Sternenhaufen, Galaxien und sonstigen Staubansammlungen wieder, deren Elemente unablässig aufeinander einprasseln, kollidieren, sich abstoßen, um kurz darauf sich selber wiederum anziehend die nächsten Kollisionskette mit einer erneuten Abstoßung auszulösen.
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Das Wort der Instanz

Per Zufall bin ich heute viel zu zeitig in der Früh über eine Diskussion im Netz rund um den Islam gestoßen, die naturgemäß in Zeiten wie diesen einen ausführlichen Streit, Meinungsvielfalt(en) und Fanatismus in alle Richtungen gleichermaßen auslöst. Egal ob dafür oder dagegen, schon alleine das Wort Islam löst bei vielen Lesern anscheinend eine völlig willkürliche Reaktion aus.

Nachdem nicht mal das Wort selber ja eine Definition darstellt, sondern auch wiederum eine Vielzahl an Bedeutungen in sich trägt, will ich mich hier nicht anmaßen, darüber groß zu schreiben oder meine Meinung zu dem komplexen Thema zu äußern. Vielleicht ein anderes Mal, wenn ich über mehr Muse und klaren Verstand verfüge, als um 5:30 Uhr in der Früh nach einer etwas kurzen Nacht.

Wie auch immer – ein Link führte mich weiter zu dem Forum Ahlu Sunnah und dessen Begründung, warum es nun geschlossen wurde. Ich finde den Text der beiden „Brüder“ äußerst interessant und spannend. Nicht nur, weil er ehrlich und offen ist, sondern weil auch er widerspiegelt, warum so viele Foren generell heutzutage scheitern – egal ob es sich dabei um den Islam, das Judentum, Christentum oder auch nur um ein Bastelforum für Fotografen, Computernerds oder Naturliebhaber handelt… die Probleme sind interessanterweise und trotz der unterschiedlichen Spannungsfelder relativ ident.
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Sardinen müssen atmen

16 Kilometer waren es heute zu Fuß zwischen Beton, LKWs und Kleinwagen, die ich im Rahmen meiner beruflichen Betätigung vollbringen durfte. Wie auch immer, denn mehr kann ich zu dem Abschnitt nicht sagen, auf jeden Fall ging es danach in den Untergrund… Und wer mich näher kennt, weiß, dass ich beinahe alle öffentlichen Verkehrsmittel in irgendeiner Form für erträglich empfinde – ausgenommen U-Bahnen, die ja für mich das – technisch umgesetzte – fehlgeschlagene Modell von Miteinander, Nächstenliebe und sonstiger schwammiger Wörter darstellt. Es ist ein Schieben, ein Drängen und ein Grund-Unmut bei den Fahrgästen zu finden und all das wird in allen Facetten, die die Menschheit in ihrem Sein und Schein so äußert, radikal ausgelebt.

Geht es Euch auch so? Das Fahren mit so einer U-Bahn vermittelt irgendwie doch weder Freude noch einen Gedanken von Erfolg und Elan. Bei einer Straßenbahnfahrt kann es durchaus zu Erlebnissen kommen, die auch angenehm sein können. Sei es eine Tour durch einen Bezirk mit schönen Altbauten, die wärmende Heizung unter den Sitzen, um die sich alle drängen oder auch die Zeitungslektüre, die immer munter irgendwo herumliegt… auch Busse können unter Umständen manchmal gemütlich sein, je nach Fahrzeit, und auf etlichen Strecken macht sogar jede Kurven und Bodenwelle sogar Spaß… man genießt gewissermaßen die Autofahrt mit dem Chauffeur (hab ich diesen Idiotismus gerade wirklich getippt?).
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Etwas Banalität zur Freude

Es herrscht zur Zeit einfach nicht die Ruhe, um hier endlich wieder gemütlich zu schreiben. So zum Beispiel über den Besuch von N. und ihren beiden Outdoor-Wuschelhunden und noch einige andere Sachen… Keine Ahnung, aber die letzten Tage futtern den Geist gerade etwas ab, aber wie mein Alltag stattdessen so ausschaut, kann ich hier durchaus mal offen legen.

Und zwar lande ich meistens recht müde und geistig aufgesaugt im Bett, es wird ja bereits früh dunkel, das Handy kommt weit weg und statt großartiger Abendgestaltung ziehe ich einfach die Bettdecke bis zur Nase und gebe mich visueller Banalitäten hin, denn Politik, Wissenschaft und sonstige Dinge, die den Geist anregen, erscheinen mir in den Momenten zu komplex und anstrengend. Vermutlich ist das auch der Beginn der mentalen Verstumpfung, die aber eigentlich ganz offen gesagt einen Gewinn hätte… denn einfache Menschen sind ja angeblich glücklicher.
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Outdoor-Marken-Hopping

Wie schon einmal erwähnt und gesagt, bin ich zur Zeit dabei, mir Stück für Stück eine „Outdoor“-Ausrüstung zuzulegen. Etwas, das ich nämlich schon lange vor hatte und mich auch bei jeder Wanderung immer wieder auf’s Neue nervte beschäftigte. Bei der einen Wanderung schwitzte ich mich knapp zu Tode, bei der Anderen fror ich unentwegt, bei der Nächsten hatte ich viel zu viel mit, aber nicht das Passende, ein anderes Mal kam ich am Oberkörper patschnass vom Regen zurück, das nächste Mal dafür wiederum mit Socken, die so nass waren, als würden sie zu 80% aus Wasser bestehen – inklusive Grippe.
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