# Honigtropfen

Eine Wiese aus Gedanken und Alltagsblüten im Honignadelwald

80er Radstimmung

Zugegeben, die letzten beiden Einträge waren eher Füllbeiträge, damit es für den Start nicht ganz so leer ausschaut. Aber jetzt kann der Blogalltag wieder beginnen, soll heißen „viel schreiben“ und dabei wieder weiter um das Nichts philosophieren – das, was halt Blogger eben so machen. Ein wenig Pseudo-Alltagsweisheiten in den Wind streuen, versteckte Selbstdarstellung gut verpackt ausleben, Meinungen gezuckert und garniert unter die Leute bringen und wissend über komplexe Themen schreiben, so als ob man eine Ahnung davon hätte. Und ja, das tut tatsächlich gut.

Denn so ein Blog ist ja eigentlich nichts anderes, als eine selbstgestaltete Therapie. Man betreibt sie konsequent regelmäßig (sollte), man setzt sich jedesmal mit einem spezifischen Thema auseinander – und sei es ein Youtube-Video – und ringt um Worte, um das Gesagte einerseits verdaulich zu visualisieren, aber zugleich um auch die eigene Meinung und Ansichten darin ausleben zu können. So dass alles gesagt wird und zugleich aber sich niemand daran weh tun kann. Das ist die Aufgabe, die Herausforderung und irgendwie auch die Entspannungsübung für das eigene Ich. Man kann etwas rauslassen… eine Stimmung, eine Emotion, Ärger, Wut oder Gedanken für die sich sonst niemand interessieren, geschweige denn dem Firlefanz zuhören, würde.
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Kalte Schultern

Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, wenn ihr durch die Stadt spaziert, aber immer öfter denke ich mir, dass die Blicke der Menschen sich in den letzten Jahren irgendwie abgekühlt haben. Man rempelt mehr, weicht weniger aus, denkt nicht an den Menschen, der hinter einem geht – die Masse ist egoistischer und auf sich selber fokussierter geworden. Der andere Gegenüber spielt da nur eine Nebenrolle.

Auch Situationen wie heute, als zum Beispiel ein Mann die Straße auf meinen Gehsteig hin überquert, mich kurz anschaut und dann vor mir geht. Aber nicht seitlich, um mich passieren zu lassen – nein. In der Mitte. Und ist dann überrascht und verärgert, wer sich da denn plötzlich vorbeidrängen will (ich). Ist das wirklich so überraschend, wenn man gerade erst Blickkontakt und den anderen Mitbürger vor der Nase hatte?

Gut, man könnte sagen, es handle sich um einen Tagträumer – aber nein, solche Situationen häufen sich und hat meiner Meinung nach eher mit einem fehlenden Körpergefühl für Mitmenschen zu tun… Etwas, das sich immer öfter in Menschenmassen beobachten lässt. Da wächst wirklich eine ganz neue Gesellschaft heran und ich glaube nicht, dass sie besonders gut ist. Aber ja… liegt vielleicht auch an meinem gehobenen Alter.

Geschützt: Salz in der Suppe

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Der Zitronenfalter

Seit mehr als einem Jahrzehnt blogge ich bereits, es sind unzählige Texte, Gedanken und Erzählungen aus dem Leben und meinen Ansichten entstanden – und eigentlich hatte ich den festen Plan, dies auch die nächsten Jahrzehnte oder länger genauso an einem Fleck weiter zu führen. Es sollte gewissermaßen mein ganz persönliches Alltagsmanifest werden, das ich ganz am Schluss, wenn ich einmal (noch) älter bin, zu einem dicken Buch binden lassen wollte. Nach dem aktuellen Stand wäre dieses analoge Backup wohl bereits an die 1000 Seiten schwer.

Und doch habe ich mich entschieden, völlig frisch und neu, woanders – nämlich hier – den Weg fortzusetzen. Vorläufig mehr losgelöst von meiner Person und meinem Namen. Denn auch wenn alles jahrelang gut ging, begannen in letzter Zeit zu viele Personen aus dem täglichen Alltagsumfeld meine Zeilen zu lesen… was für sich kein Problem wäre und ja auch immer gewünscht wurde… denn welcher Blogger möchte nicht, dass jemand seine Texte liest, sich vielleicht sogar daran erfreut, einen Nutzen aus ihnen zieht und vielleicht sogar seine eigenen Gedanken dazu äußert?
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