Sommertropfen

Na, kleiner Honigtropfen! Was treibst Du so, mein kleiner Blog, der in den weiten der digitalen Welten tapfer und einsam durch die Stürmen treibt? Schaust ja recht gefestigt aus – immerhin. Da hast Du schon mehr als ich. Die letzten Tage und auch Wochen waren nämlich etwas unstet und anstrengend…

Schneckentempo

Die Schnecke macht es vor und zieht einfach ruhig ihre Bahn durch den Alltag – und dieser Philosophie versuche ich wieder vermehrt zu folgen. Erstens führt sie mich erfahrungsgemäß eher an ein Ziel im Leben, als das sogenannte Rumhudeln, und zweites tut mir diese andere Seite generell nicht allzu gut. Vor allem die Online-Kommunikation lasse ich wieder verstärkt ruhen – endlose Diskussionen, Streits und Ansichten auf diversen Plattformen zu verschiedenen Themen wie Politik, es bleibt ein Stolpern.

Der Kampf

Blabla.

Blabla.

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Blabla.

Hier an diesem Punkt habe ich den restlichen Text nach langem Tippen, Formulieren und Überlegen wieder gelöscht. Es langweilt mich selber, dieses Bla zu lesen, weil es bestätigt ja erst recht den Anfang von dem Eintrag. Lerne, Honigtropfen, lerne!

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Der reale Alltag in der analogen Welt besteht stattdessen und aktuell aus Abspecken, Gespräche rund um die berufliche Zukunft meinerseits mit unbekannten Menschen und eines der Felltigerchen auf der anderen Seite und Entscheidungen, die nicht gerne gefällt werden.

Ein paar der wenigen, dafür schöneren Highlights der letzten Wochen waren immerhin zum Beispiel eine kollektive, freundschaftliche Wanderung um 6 Uhr morgens über Wiesen und an der Donau entlang, die zugleich jedoch auch einhergehend eine Verabschiedung für lange Zeit war.

Auch ein vielseitiger Ausflug in den Zoo mit langen Gesprächen und dem erstmaligen, kurzen Gefühl von Sommerzeit und einem schönen, sonnigen Nachmittag mit dem inneren Flair von Ferien, sowie ein wenig Spielerei mit analoger Technik in der Familie und dem amüsierten Blickwinkel auf die eigene Person, gehörte zu diesen Stunden. Wohltuend, wenn auch viel zu wenig.

Alltag

Ansonsten aber herrscht zur Zeit eine sehr ruhige, stille Phase im Leben, mit versuchsweise geordneten Abläufen und dem Nacheifern der Schnecke weiter oben am Bild. Konzentriert die Spur halten und am besten Schweigen, wenig von sich geben und für sich selber den kleinen Tautropfen am Fensterbrett in der Früh entdecken und sich einfach darüber freuen. Dazu braucht man nicht die gesamte Biomasse des Universums.

Vor kurzem hatte ich mir übrigens im Laufe eines Tages gedacht, dass es immer dann Änderungen im Leben gab, wenn ich ruhiger geworden bin, meine kleinen Bauklötze willkürlich gestapelt und wenig gesagt habe, mich auf das konzentriert habe, das mich ganz persönlich interessiert… und ein Regenbogen meinen Weg kreuzte. Kindliche Naivität, ja – naturgemäß und das zusammen Stoppeln von beliebigen Begebenheiten natürlich, aber so funktioniert die und meine Welt nun mal durchaus.

Regenbogen

Und als ich am Nachmittag dann zufällig aus dem Fenster blickte, war er da. Durchgehend als Halbkreis von rechts nach links und mit einer Doppelung, in wunderschöner, kräftiger Farbe – gemischt mit schweren, klatschenden und vereinzelten Regentropfen, die in der Sonne glänzten. Danke!

Jetzt aber finito hier. Es schreibt und liest sich angestrengt – zudem auch nicht das, was ich festhalten wollte… ich probiere es morgen nochmal. Versprochen.

Ich würde gerne mal wieder zelten gehen. Weiß zwar nicht, warum mir ausgerechnet das jetzt einfällt, aber ja. Scheint wichtig zu sein.