Die Zoologie

Ach ja. Man weiß ja gar nicht, was man denn eigentlich in so einem Blog schreiben soll, ohne dabei sich, seine Privatsphäre oder ungeplante Zukunft zu sehr zu offenbaren. Seit Tagen schleppe ich das Aufnahmegerät mit mir rum und denke mir ständig, warum nicht reinquatschen, aber es erscheint mir dann nach wenigen Minuten wieder so belanglos und ich lasse es damit immer wieder erneut bleiben.

Wandern

Überhaupt findet gerade eine kleine Schwemme in dem sozialem Digitalhaufen der Usermasse statt und es liegt wohl im Trend, besonders lustig, kreativ und mit viel Power kleine Alltagsdinge visuell oder mit Ton so zu verpacken, dass sie dem ausdrucksvollen Werbestil einer emotionalen Autowerbung entsprechen. Dramatik, Gefühle, prickelndes Erlebnis und Sehnsucht. Jetzt neu, hier, klick, werde mein Fan!

Davor scheue ich dann wieder zurück und erinnere mich an die Zeit, als wir alle noch „Was ist Was“-Bücher gelesen haben und am Nachmittag vielleicht mal ein Foto mit der analogen Kamera geschossen hatten, das dann eh nichts geworden oder je entwickelt wurde. Hat auch irgendwie keiner erfahren und man hat es nicht groß erzählt oder gar mit einem VHS-Videocamcorder aufgenommen und auf einer Wiese vor fremden Publikum vorgeführt. Und waren trotzdem glücklich.

Umzug

Zu erzählen gäbe es aber natürlich einige Alltagsbanalitäten, wie zum Beispiel die Mithilfe bei einem Wohnungsumzug im großen Kollektiv nach einem Brand. 3 Transporter-Ladungen wurden es und gefühlte 4 Tonnen an Material wurde dabei bewegt. Ich habe schon lange nicht mehr soviel Lego und Kinderspielzeug geschleppt und auch schon lange keine großen, schweren Sofas sowie unförmige Kästen und Platten zwischen meinen Fingern, auf meinen Händen und über meinem Kopf gehabt.

Dieser Umzug im freundschaftlichen Umkreis hat mich aber immerhin wieder daran erinnert, wie gut und wichtig es ist, nicht zuviel sinnloses Zeugs in seine Wohnung zu stopfen. Gemütlichkeit und „Schön“ lässt sich auch mit wenigen Dingen erreichen, aber natürlich… sobald mal Kinder da sind, geht diese Rechnung dann nicht mehr auf und das Gesamtvolumen der Besitzmasse steigt unkontrollierbar. Erschreckend. Glücklicherweise muss ich mich mit dieser Thematik zur Zeit nicht beschäftigen.

Ausflug

Eigentlich könnte ich noch von einem schönen Ausflug ins Grüne mit amerikanischen Freundschafts-Wurzeln berichten, aber das sind Momente, die ich jetzt mal in der analogen Welt lasse und hier auch nicht mehr so ausführen mag.

Und deswegen kommen wir kurz zu etwas Anderem… ich bin beim Durchforsten nach diversen Tools über das passende Instrument gestoßen, um die Idee der Zoologie-News-Plattform, die ja mal bereits online war (sogar zweimal), neu definieren zu können und habe ein Reddit-ähnliches System am Server installiert – und sammle seit einigen Tagen nun Links nebenbei, um den „Roll on“-Effekt in die Gänge zu bringen.

Kurzbeschreibung: gesammelte Links zu Beiträgen rund um Zoologie bzw. die Tierwelt. Deutschsprachige Selektion und es gibt eine Frontpage, die beliebte Beiträge hervorhebt sowie eine Seite, auf der neu eingereichte Links angeführt sind – ohne Bewertung.

Das Ziel der Idee hat sich zum erstmaligen Ansatz damals ansonsten nicht geändert – Interessierten einen fokussierten Zugang bzw. Sprungplattform zu einem bestimmten Thema zu ermöglichen… in meinem Fall eben der Schwerpunkt Zoologie, mein privates Steckenpferd und Quelle der persönlichen Freude außerhalb der grauen Alltags.

Zoologie

→ Hier geht’s lang.

Die Seite wirkt übrigens recht bewusst „roh“ und „ungeschliffen“, denn die Erfahrung ist ja, dass meistens nicht die abgeschleckten, schön gestylten Seite funktionieren bzw. den größten Nutzen haben, sondern eher Plattformen, die man als chaotisch bezeichnet… egal ob Facebook, Craigslist, Reddit, Twitter oder diverse Uni-Netzwerke.

Außerdem habe ich keine Zeit, Lust und Nerven mehr, allzu lange an Etwas zu Basteln, das unter Umständen temporär ist und vor allem bringt es ja auch kein Geld oder direkten Nutzen für das Überleben da draußen… deswegen fahren wir da die Low-Level-Schiene. Lieber ein rumpelnder Traktor, der solide läuft, als ewig lange herum zu feilschen und dann ein nicht-funktionierendes Hybrid-Elektronik-Modell-Ding zu haben, das schön ausschaut, aber außer Zeit und Geld verbrauchen nichts kann, geschweige denn fährt.

Rollen

Blabla. Gut, mir ist zu heiß und ich bin auch zu erschöpft von dem Wetter für mehr Worthülsen hier. Genießt den Sommer einfach, geht hinaus, lebt das Leben… anstatt das Gesülze hier zu lesen – da hat man mehr davon. Man lebt schließlich nur einmal und jede Minute davon ist insofern kostbar, weil es die nur begrenzt gibt. Es gibt auch nur das bewusste Jetzt. Also ggssshhhtt, weg da vom Bildschirm!