Rollende Philosophie

Meine Güte, ist das hier eine Stille. Digital schweigen die Meisten in meinem Umfeld und generell lassen wir alle etwas nach. Wohl die Sommermüdigkeit oder so. Naja, übrigens beginnt heute die Sommerzeit, wie mir das binäre Netz vorhin mitteilte… ich glaube, ich muss gleich automatisiert schwitzen.

Was hat sich also glorreiches im Leben des kleinen Honigtropfen so getan seit dem letzten Eintrag? Noch immer nehme ich da und dort diverse Töne und Bilder auf und noch immer hadere ich damit rum, sie hier zu veröffentlichen, aber die sogenannte persönliche Entwicklung der eigenen Mentalität ist ja so eine Sache, die wohl nur selten angenehm ist. Aber es gilt: der Weg ist das Ziel.

Das überraschende Glück
Weg ist ein gutes Stichwort übrigens – ein Zufall, nicht? – denn so habe ich mich heute morgen in das Auto gesetzt und bin einfach eine Runde gefahren. Einfach so, ohne Ziel, ohne Plan und habe mich quasi über die leeren Straßen treiben lassen und bin dann schlussendlich fast 50 Kilometer weiter südlich der Großstadt gelandet, dort von der Autobahn runter und bin dann sehr überraschend durch eine Gegend gefahren, die fast einen Hauch an Toskana verströmte.

Weite Felder, dahinter sanfte Hügel, eine Mischung von weißen und gelb-goldenen Feldern, Wolkenformationen in allen großartigen Facetten und zwischendurch einzelne Sonnenstrahlen, die das ganze Geschehen in eine Art Urlaubskulisse verwandelte. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber kein Wunder – normalerweise versperrte eine Lärmschutzwand den Blick auf die Umgebung, wenn man Richtung Süden donnert und die Ausfahrten an sich vorbeistreifen lässt.

Zudem ging es dann noch über einen Umweg wieder heimwärts, das Ganze durch eine Art von Mini-Serpentine, die am höchsten Punkt einen wunderschönen Ausblick auf ein befeldertes Tal in der Sonne bot – sogar inklusive einem Parkplatz an der Straße entlang – beides war so ungeplant und überraschend, dass ich mehr oder weniger etwas verdattert an Beiden vorbei fuhr, ohne zu realisieren, dass das die Möglichkeit für ein schönes Foto gewesen wäre. Nun ja. Chancen im Leben gleiten öfters vorbei, mit dem Zupacken hapert es halt noch ein wenig.

Keine Schokolade
Dann kommen wir übrigens jetzt mal kurz zu einem ernsten Thema – nein, dass ich momentan keine Schokoladenmilch trinke und gerade mal wieder auf die Hälfte der Süßigkeiten und sonstiger Schnabulierungen verzichte, um den kleinen, angesetzten Bauch abermals schmelzen zu lassen, ist jetzt nicht so dramatisch und erwähnenswert… eher katastrophal fordernd, sondern es geht darum, dass ich mich endlich entscheiden muss, was ich jetzt mit meinen ganzen Baustellen im Netz so mache.

Die Jobsuche ist eine Herausforderung und Referenzen sind dabei natürlich das A und O oder manchmal auch das X und das Z in dem Metier der digital-binären Binsenweisheiten und Leute lieben es zudem, wenn sie geblendet werden. Hauptsache, etwas schaut gut aus und leuchtet bunt… dann ist schon viel gewonnen. Fabuliert man dann noch ein paar Fachwörter dazu und redet selbstbestimmt von Dingen, die man gerade mal aus 4chan via Hörensagen kennt, dann schlägt das Herz der modernen Sklavenhalter höher.

Und ich bin ja nicht so. Aja, das Problem. Also muss auch ich mich endlich zusammenreißen und das was ich angeblich so kann und mir angedichtet wird, auch zusammenfassen, auf einen Punkt bringen, form- und greifbar machen und vor allem: nicht immer alles verteilen. Mein Hauptportfolio verstaubt statisch ohne Portfolio, der alte Bloglink treibt als leere Hülle durch das Netz, das Forum ist ein geschlossener Ort des eigenen Spiegelbildes und die selbstauferlegte Anonymität macht vieles leichter, aber dafür auch schwer.

Klar, man kann auch diesen Blog hier als Link mitschicken, so weit ist das schon klar und auch wiederum herzig dumm, aber es ist trotzdem sehr viel zerfleddert und verstreut. Texte da, Fotos dort und technische Aktivitäten auch massig verstreut… und so kann das nix werden. True words.

In das Bildarchiv drüben am anderen Server habe ich beispielsweise schon lange nichts mehr hochgeladen und ein Blick in die aktuellen Statistiken zeigen vielleicht zwei-drei Einzel-Besucher pro Tag… wenn es gut geht. Sind wir uns also ehrlich… der Mehrwert ist damit null. Die investierte Energie erst recht.

Das Sieb des Lebens
Und dabei rede ich von mir selber, denn es ist wichtig, dass ich meine Betrachtungsweise dem Zeittrend anpasse und zwar genauer gesagt: dem Selfie-Stil. Ich komme zuerst und dann die Anderen. Was nützt mir etwas und was nicht? Wer tut mir gut und wer nicht?

Tun natürlich alle schon länger, ich stolpere da allerdings im Hintergrund mit und bin entweder zu schüchtern, zu unangepasst oder zu skeptisch und ablehnerisch, aber das hilft uns, äh, mir ja eben nicht weiter.

Die Möglichkeiten
Vielleicht muss oder sollte ich mich endlich von dem Gedanken verabschieden, dass beispielsweise das Netz ein gemeinsames, kollektives Miteinander der gegenseitigen Hilfe, Austausch und der Offenheit verkörpert – diese Phase gab es jedoch mal eine Zeit lang – und akzeptieren, dass es heute vor allem nicht nur ein kommerzielles Fluffi ist, sondern speziell auch eine Art gigantische Plattform der Selbstprofilierung, Pseudo-Empörung und Pseudo-Engagements geworden ist. Und nachdem sich das analoge und digitale Netz schon lange miteinander verwoben haben und auch untrennbar bleiben auf lange Sicht, gibt es nun für mich eigentlich nur drei Möglichkeiten:

1) Man klinkt sich komplett aus. Solange ich kein Grundstück mit Garten und einem kleinen Häuschen in einer ruhigen Naturlandschaft habe und dort beim Bauern nebenan meine Versorgung günstig abdecken kann und nur alle paar Tage mal eher aus Spaß rüber in die Großstadt fahre und mir das Leben dort belustigt anschaue und nebenbei im Dorf ums Eck arbeiten gehe und quasi das langsame Landleben lebe und der Netz-Anschluss bei 1kb pro Minute liegt, ist das allerdings illusorisch. Komplett.

2) Man redet von der Retrozeit, kümmert sich um OpenSource-Projekte, diskutiert in Foren über Freiheit, offene Lizenzen oder kollaborative Sozial-Netze aus Nullen und Einsen, schreibt einen stillen Blog über Ameisen, Luftmatratzenpaddeln und Pseudo-Depressionen, ironisch gefärbter Selbstverleugnung und glaubt noch an das Gute und Gemeinsame in der digitalen Ära, versteckt sich zugleich hinter einer gesichtslosen Fassade, damit einem niemand beißt und man sich nicht direkt rechtfertigen muss… nun… ja, dann endet man als kleiner Honigtropfen. Eben hier.

3) Man stellt sich hin, sagt was man sich denkt, verunkt alle Unkenrufe und scheffelt das vorhandene Wissen an Kenntnissen, Fähigkeiten und Willen an einem Ort zusammen, verpackt das Ganze mit einer netten Schleife mit Pünktchen und versucht gezielt und „professionell“ einen Zustrom des kollektiven Bedürfnisses nach Aktivität, Selfie-Zeittrend und Selfmarketing zu generieren, damit man selber soviel Fahrtwasser und Auftrieb erhält, damit man die stützende Hand, die einem zugleich oben hält, aber auch runterzieht, loslassen kann und sozusagen sein eigener Korken wird. Schwimmt von selber, treibt dennoch munter in alle Richtungen und wenn er will, dann stopft er einfach eine Flasche zu, um den Inhalt zu bewahren, bleibt langlebig und einfach. Und mit Glück sitzt er irgendwann auf einem eleganten Flaschenhals und ein edler Tropfen an was auch immer ist unter seiner Korkheit in guten Händen.

Mein persönliches Ziel des Lebens geht mehr und mehr Richtung Punkt 3: ich will also ein Korken werden. Denn die erste Lösung werde ich in diesem Leben wohl kaum mehr erreichen, dazu wurde (meinerseits) nie die Basis geschaffen und der zweite Weg ist der, den ich sowieso schon die letzten Jahre immer gepflegt habe. Auch in der Zeit, als ich sehr umtriebig war, viele Projekte und Aktivitäten stattfanden und der Tag bloß kein Ende haben durfte… bremste ich immer ein wenig, weil ich da einfach sehr naiv und Zukunftslos orientiert war. Das habe ich gerne und mit voller Zufriedenheit ausgelebt, aber natürlich kommt im Leben immer alles zurück… ein eisernes Grundgesetz und ich erwache langsam aus diesem komatösen Wachzustand.

Es muss ein Schritt vorwärts gemacht werden und ich rede da nicht von sich neu erfinden oder dergleichen, das ist sinnlos und ein Selbstbetrug… man ist, was man ist, speziell in dem Alter – der Weg dazu führt stattdessen – wie schon letztens erwähnt – über die Selbstakzeptanz. Das ist mein größtes Vorhaben in diesem Jahr 2015.

Alles so einfach
Ein annehmbarer Job, der erträglich ist und eine Selbstfindung in Form von: Heeeeyyyyy, das bin ich und jaaaa, das ist ok so, so ist es und das gefällt mir. Finde ich gut. Schau mich an. Nein, da ist nicht mehr, nur ich – aber das ist absolut ok. Aber bis dahin ist noch ein großer Schritt.

Was die Unkenrufe betrifft, meine ich übrigens auch solche, die der Meinung sind, dass es da auch ganz andere Wege dorthin gibt oder ganz andere Faktoren ausschlaggebend sind… nur man muss es auch mal ganz direkt hart sagen: so viele Menschen haben mir schon schlüssig, logisch und sachlich einwandfrei erklärt, dass das Leben so und so funktioniert und man dies und jenes besser so und so löst und man da und dort nicht in dieser Art und Weise handeln soll und vieles kommt nur deswegen aus dem Inneren, weil man da selber blablabla…. und das Ganze immer mit einer Selbstverständlichkeit und Bestimmtheit einer Selbstsicherheit, die zwar eindrucksvoll ist und auch fast ein wenig bewundernswert… aber Fakt ist eben dennoch: die Meisten von ihnen haben sich innerlich selber nicht geändert oder es geschafft. Sind entweder weiterhin in der Depressionsfalle, halten sich an diesen oder jenen Strohhalmen im Leben verkrampft an oder rasen durch das Leben mit einer Energie, einfach, damit sie das Leben als solches nicht einholen kann.

Vor allem gibt es einen Unterschied (Hey, ich werde gerade selbstbewusst)… denn in der Regel erkläre ich niemanden, wie er zu leben hat, was richtig oder falsch ist bei seinem Tun und was er an sich verbessern kann oder könnte oder gar sollte. Ich sage da meistens gar nichts und wenn dann meistens nur dann, wenn ich direkt danach gefragt werde… und auch dann ist es eher eine Empfehlung meinerseits und ich weise meistens ebenso darauf hin, dass ich das Alles, was ich so sage, nur so vermute, aber mir die Erfahrung dazu in der Praxis meistens fehlt. Also unter Vorbehalt. Umgekehrt erlebe ich diese Art und Weise aber selten… stattdessen höre ich Selbstüberzeugung, gespielte Selbstverständlichkeit und Schutz-Selbstbewusstsein.

Besserwisser
Übrigens – jaja, ich weiß schon, dass es Einige gibt, die sehr zufrieden sind mit dem was sie tun, machen, wollen und sich selber ermöglichen – allerdings ist das ein Grundtenor, der meistens schon auch von Anfang an im Leben da war und Teil des Ganzen ist. Für diese Menschen freue ich mich und sie haben da sogar neidlos meinen Segen. Auch wenn ich gerne ein Stückchen davon haben möchte naturgemäß. Ich selber habe da ein wenig den falschen Start gewählt und ihn auch zu sehr „laufen“ lassen.

Klar, hinterher ist man immer klüger und das Tragische ist zudem, dass man immer viele Vorsätze hat und JETZT geht man es anders an, aber auf der anderen Seite klingt der Blog und seine Weisheiten dann beispielsweise doch immer gleich. Das Gute ist da glatt, dass ich die alten Blogs meinerseits ja gelöscht habe, denn vermutlich habe ich ähnliches bereits mal erfasst und niedergeschrieben. Der Lichtpunkt der aktuellen Zeit jedoch ist, dass es dennoch ein kleiner und stetiger Prozess in mir geworden ist, der sich da vor einiger Zeit in Gang gesetzt hat.

Treuepunkte
Keine Ahnung, wer hier an diesem Punkt noch mit liest, denn diese langweiligen und amüsierenden Selbstfindungstexte findet man in jedem dritten Blog – vermutlich sogar mehrfach – und sie sagen im Endeffekt immer das Selbe „Man muss sich selber finden, höre nicht auf die Anderen, nur Du selber kannst Dein Glück formen“ und all dieses seichte Oha-Wissen-Gelabere, das man dann oft gerne als Spruch mit einem Katzenbaby, Hundewelpe oder einem Orchideen-Feld garniert, mit Herzchen und Comic-San-Serif-Schriften, so im Netz Tausendfach finden kann.

Ich weiß. Ganz naiv bin ich nicht, ein gewisses Maß an Selbstreflexion ist teilweise und zumindest in den Grundzügen vorhanden. Auch eine interessante Sache… es gibt viele, die eigentlich durchaus klar denken können, aber sie machen dennoch den selben Schmafu wie die Anderen, die permanent und von sich selber ganz überrascht durch das Leben stolpern. Ersteres geschieht halt bei vollem Bewusstsein, ich gehöre da irgendwie dazu. Lernfaktor eher bei 0,3.

So, wo war ich im Text? Mmhhh, gute Frage, ich verliere mittlerweile selber den Faden in der Abstrusität, sich erklären zu wollen, dabei dient der Text eigentlich gewissermaßen der Selbsttherapie. Erinnert an den Patienten, der schizophren zugleich auch den Psychiater selber spielt und sich dabei in Eigenregie therapiert. Immerhin ist der Umgang mit sich selber dann auch ehrlich und recht unverfälscht, auch wenn man gleichzeitig wiederum die passenden Beschwichtigungen sowie Ausflüchte sucht und meistens auch findet.

Hier jetzt heiße Luft
Kurz und gut. Ich bin ein digitales Kind, ein Ausstieg ist mir weder möglich, noch will ich den jetzt in dieser Situation, also muss und will ich mich gewissermaßen damit arrangieren. Schon alleine auch deswegen, weil ich den Schritt in diese Ära der Vernetzung ja selber auch nicht nur beruflich vor vielen Jahren gegangen bin und man angesammeltes Wissen nicht völlig vergeuden sollte. Zwar widerspricht in mir gleich der Geist, der der Meinung ist, dass all diese heiße Luft so sinnlos ist, wie die Menschheit mit ihren selbstgeschaffenen Zielvorgaben und dem Nachlaufen für….? Aber zugleich gehört auch die Akzeptanz auf das Spielfeld des eigenen Lebens, dass es halt nun mal so ist, wie es ist.

Humanoid ist man, ob man will oder nicht. Also kann man nur humanoid wirken, fühlen und „Sein“. Alles andere ist nur eine Fassade und das nicht erreichbare Ziel, „anders“ zu sein. Das Niveau eines digitalen Tamagotchis oder eines Kieferbockerls werde ich wohl also nicht so schnell erreichen.

Für Menschen, die jetzt das alles gelesen haben und sich erhofften, etwas mitzunehmen und nun etwas enttäuscht sind, dennoch die kurze Zusammenfassung (naja, man merkt es gut, oder? Also wenn man dem Leser dann etwas umhängt und sich selber nur als teilnahmsloser Betrachter hinstellt, obwohl man sich selber eigentlich anspricht und zwar nur sich selber), dass ich weiter weg will – von den verteilten Portfolios und Schlafmützen-Seiten und viel mehr meine Aktivitäten weiter komprimieren möchte. Und diese schizophrene Aufteilung von dem Einen und dem Anderen aufhören muss.

Ich bin der und ich auch
Kann sich jemand noch an diesen Fake-Typen Garcia meinerseits aus den USA erinnern? Den ich mal geschaffen hatte vor einigen Jahren? Die Grundidee war nicht schlecht… es schadet tatsächlich nicht, eine Art von – ganz übertrieben gesagt – Künstlername im Netz zu führen, der allerdings dennoch nicht so weit weg ist, von dem, was und wer man wirklich ist. Dieser Punkt ist mir selber aktuell sehr wichtig, denn sollte ich mal Ton oder Videos online stellen, dann wird es nicht ganz klappen, dass ich mich da wie ein Honigtropfen anhöre oder wie einer ausschaue. Oder wie ein Zitronenfalter.

Irgendwann geht die Schere nicht weiter auf und zwei Richtungen sind schwer zu halten. Denn es kostet Energie und auch Zeit. Und schlussendlich auch Geld, Ansehen, Karriere. Das Öl des Lebens, das ich verteufel, aber dem ich auch dienen möchte und muss, um es überhaupt weiter kritisieren zu können. Humanoides Leben eben.

Na, ich lasse es gut sein, es verschweift sich gerade in leere Phrasen, die bei mir selber Ausschlag verursachen. Eigentlich wollte ich mit dem Ganzen hier nur eines Schreiben… so eine Autofahrt ohne Ziel und einfach Zwischendurch mit ruhiger, angenehmer Musik und als Mittelspurschleicher oder als imaginärer LKW auf der rechten tut auch gut. Speziell, wenn man dann erfreut eine fast liebliche Landschaft entdeckt, die es irgendwann zu bewandern gilt.

Fickt Euch, ihr Opfa
Der Rest lässt sich in einem Satz festigen: pfeif auf die Unken, zu sich stehen. Zahlreiche Worthülsen sind ja nämlich auch nur eine Zierde und der Strohhalm, um nicht offen reden zu müssen. Würde ich darauf verzichten, müsste ich ja glatt schreiben, dass ich ein selbstbewusster Egomane werden will, der angepasst in der Masse als Fisch mit treibt, um sich – ganz listig – erst recht aus diesem Haufen lösen zu können. Blöd nur, dass alle genau diese Philosophie fahren, auch wenn sie erstaunlicherweise anscheinend funktioniert. Vermute ich zumindest, aber was weiß ich schon – ich tappse ja ein wenig blind durch das Leben und verströme hier gerne Naivitäten*.

Intelligenzflocke um wieder gelesen zu werden
*Der letzte Satz ist der typische Abschluss eines Bloggers, der deswegen so geschrieben wird, um etwaige Kritiken schon im Vorfeld abzuschwächen, weil man damit wie ganz zufällig dem Leser die Unzulänglichkeiten und Fehler des Schreibers, also seiner Selbst, entblößt und somit eigentlich recht billig eine positive Zustimmung zu dem Geschriebenen erhaschen kann, da sich der Leser dann wiederum (psychologisch gesehen) federführend sieht und anschließend als der große Onkel innerlich wirken kann, der dem kleinen Blogautor die Welt erklärt. Sprich, der Satz dient dazu, sich als Blogger zu entmachten und dem Leser Honig um den Bart zu schmieren, ihm die Führung der gedanklichen Macht nach dem Lese-Ende wieder zu überreichen – entweder weil er sich dann denkt „Tja, ich kenne mich da hingegen besser aus“ oder „Geht mir genauso, aber ich bin da weiter“ oder „Gott sei Dank, geht es dem auch so wie mir“. Billige Polemik also, aber sie funktioniert meistens. Außerdem amüsantes Wortspiel, wenn man daran denkt, dass die Seite hier prompt Honigtropfen heißt. 🙂