Die Anden-Tour

Heute habe ich endlich Post bekommen – meine südamerikanischen Wanderarbeiter-Freunde haben nun doch ihr Heimatdorf verlassen und versuchen mit dem alten Bus die mehr als 7000 Kilometer über Berge, Täler und durch den dichten Regenwald zu bestreiten, um an der Küste im Südosten des Landes hoffentlich neue Arbeit zu finden – um ihre von Nöten geplagten Familien zuhause besser versorgen zu können. Ich verstehe sie gut, sie hatten es nie leicht dort oben auf dem vergessenen Plateau.

Anden-Tour

Pablo und Hernandez – gute Freunde seit vielen Jahren – haben eine alte Zenit-Kamera mit Analog-Filmen dabei und dokumentieren extra für mich die Reise mit dem Bus… die ersten, etwas verfärbten Bilder halte ich nun sogar schon in der Hand. Erstaunlich, dass sie diese weite Reise aus dem Niemandsland bis nach Wien geschafft haben und zugleich zeigen sie, wie gefährlich und mühsam das Vorhaben der Männer tatsächlich ist.

Ich habe mal alle Fotos, die ich bisher bekommen habe, in das Forum gestellt und auch den handgeschrieben Brief mit den Erklärungen eingestreut – dass der alte Bus und seine Bremsen das noch mitmachen hätte ich (ehrlich gestanden) nicht erwartet. Leider dürfte die Kamera nach der ersten Etappe einen Defekt haben, aber mal schauen, speziell Hernandez ist ja sehr erfindungsreich, wenn es um das Improvisieren geht.

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